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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1921-01-01 · 24 (1921-1922) · p. Seite 156

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
24 (1921-1922)
Article
Alexander in Jerusalem
Date
1921-01-01
Page
Seite 156 (sequence 18)
Language
German
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IRI
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Alexander: Seid mir willkommen in meinem Lager! Sendet euch Jerusalem, und was läßt es mir sagen? Samuel: Heil dir, Alexander! Es bietet seinen Gruß dir Zion, das uns entsendet, es grüßt dich Simon, der Hohepriester. Simon, der Priester, und der hohe Rat, sie sprechen also zu Alexander, dem Könige: Alexander, der Mazedonier, sandte eine Botschaft nach Jerusalem: Fallet ab von den Persern, die euch bedrücken, wendet euch von ihnen, die eure Habe sich aneignen und euren Fleiß zu Nichte machen; fallet ab von ihnen und wendet euch zu Alexander, dem Mazedonier. Stellet sein Bild auf in eurem Tempel und betet ihn an — dann sollt ihr frei sein von Abgaben und Frohnden, von jeglicher Bedrückung, und sollt ein glückliches Volk sein. Simon, der Priester, und der hohe Rat antworten: Wahr ist es, daß uns der Perser bedrückt und daß seine Hand schwer auf uns lastet. Aber Jerusalem will tausendmal lieber Qualen und Leiden ertragen und dabei zu dem Gotte Israels beten dürfen, als frei und glücklich sein und einen anderen Gott verehren müssen. Darum spricht Jerusalem zu dir, dem Könige: Laß uns unser Leiden und unseren Gott. Das Glück, das du uns bringst, ist für Jerusalem kein Glück, Jerusalem lehnt deine Gabe ab. (Bewegung.) Alex and er (nach einer Pause, zwischen Zorn und Verwunderung): Beim Zeus, die Welt zeigt ewig neue Wunder! — Ich bin gewöhnt, daß mich die Völker mit offnen Armen emppfangen, ich bin gewöhnt, daß mächtige Städte vor meiner Gottheit niedersinken — und Jerusalem lehnt ab! Ist das Anerbieten eines Königs wie das eines Krämers, daß man wählen kann dies oder jenes? Sprecht doch, wer ist denn euer Gott, den ihr der Freiheit vorziehet, was kann er, was gibt er euch, wie steht er aus?

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