Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 24 (1921-1922)
- Article
- Alexander in Jerusalem
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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— 155 — wird in seiner Roheit, freuen kann er sich doch nie; denn er kennt dich nicht, beglückende Göttin, Schönheit. Nur der Grieche kennt dich, nur er kann sich freuen. Kommt, laßt uns ein Siegesmahl halten zu Ehren der heutigen Sieger, vor allem Sisygambis zu Ehren. Kleitos (kommt): Es bringen Männer eine Botschaft., Sollen sie eintreten? Alexander: Heut ist nicht Zeit zu Staatsgeschäften mehr. Sie sollen warten. Kleitos: Sie bringen Wichtiges, du mußt sie hören. Alexander (gutmütig): Nun freilich, wenn Kleitos befiehlt, muß Alexander sich wohl fügen. Sag an, wer sind die Leute? Kleitos: Männer aus Jerusalem. Alexander: Aus Jerusalem? Kleitos, die Nachricht ist fröhlich. Wie ein Städtegründer erfreut ausruht von der Arbeit, wenn er als erstes Werk einen Tempel den seligen Göttern errichtet hat und die letzte Quader zum Giebel fügt, daß verheißungsvoll ein Teil seiner Schöpfung herrlich vollendet in die Weite schaue, so ist mir zu Mute, da ich in Jerusalem mein Schaffen auf Europas Boden beende. Latz sie ein, die Männer aus Jerusalem, ihre Botschaft soll uns die Freude des Mahles erhöhen. 5. Auftritt. (Vorige, Samuel und Hosea (Leviten), Eleasar (Sohn des Hohenpriesters zu Jerusalem.) Kleitos (die Gesandten hereinlassend): Dort ist der König, dorthin wendet euch. (Die Gesandten verneigen sich vor Alexander.)