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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1921-01-01 · 24 (1921-1922) · p. Seite 149

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
24 (1921-1922)
Article
Alexander in Jerusalem
Date
1921-01-01
Page
Seite 149 (sequence 11)
Language
German
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— 149 — Jerusalem heißt eine Stadt, Jahrhunderte berühmt. Sie wird es sein, die aus Europas Boden den Abschiedsgruß uns zuwinkt. Drum ist sie auserlesen, Len größten Wahrstem des Achillesreiches in ihren Mauern zu bewahren. Auf einem Berge steht ein Tempel, schön und groß vor allen anderen. Er soll ein Heiligtum des neuen Achilles werden, ein Heiligtum, in dem mein Bildnis steht. Hoch auf dem Berge sei es aufgerichtet, dem Lande, welchem wir den Rücken kehren, rufe es zu: Dein König kehrt einst wieder, und jenem neuen, unbekannten Afrika verkünde es: Schmücke dich und öffne deine Tore: denn Alexander kommt zu dir! Jubelt, jubelt, ihr Freunde! Zu neuer Lust, zu neuen Siegen leitet uns Achill. Die Zeit des Wartens und des Zauderns ist vorüber: es geht weiter! — Man rufe mir die persischen Gesandten. Parmenion (tritt vor): Mein König, halt! Was willst du tun? Worüber wir in wochenlanger Überlegung uns nicht einig wurden, das willst du leichtgesinnt in einem Augenblicke abtun? Alexander: Der Augenblick nur trifft das Richtige, wo Wochen keine Klarheit bringen, konnten! Parmenion: . Besinne dich, wo willst du hin? Dein Vater hat sich Hellas unterworfen — du hast dir den Besitz gefestigt; es war deine Pflicht. Du wolltest Eigenes vollbringen — du unterwarfst Kleinasien, es war dein Recht. Nun hast du ein Besitztum, das du leicht beherrschen kannst; du weilst in Mazedonien, zur Rechten hälft du Hellas, und links Kleinasien fest am Zügel. Nun beherrschst du Menschen. die ein Band zu einem Volke leicht verbindet; denn wir und Griechenland, wir beten zu denselben Göttern; dieselben Sitten und dieselben Bräuche erkennen beide an. Auch an Kleinasiens

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