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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1921-01-01 · 24 (1921-1922) · p. Seite 148

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
24 (1921-1922)
Article
Alexander in Jerusalem
Date
1921-01-01
Page
Seite 148 (sequence 10)
Language
German
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— 148 - ich gleich jetzt den Wunsch aussprechen — es könnte nur Tand sein, um was ich bäte. Doch wie du Großes mir gewähren willst, so will ich Großes fordern. Es kommen Augenblicke, da dem Menschen die Erfüllung eines kleinen Wunsches, einer Laune alle Schätze der Welt aufwiegt. Und einen solchen Augenblick will ich erwarten — dann will ich bitten. Alexander: Es sei; die Erinnerung an das, was du zu fordern hast, soll nach Jahren nicht minder lebhaft sein als heute. Bringt mir einen Becher Wein, auf daß ich spende. (Es geschieht.) Erhabener Achilles, du Jnbe. griff des Ewig-Unerreichten, des Unerreichbar- Schönen und Erhabenen, ich fühle, wie du mich beseelst, ich fühle eine Kraft in Mir, die vorwärts drängt; das Feuer, das in meinem Busen seit Monden schwach nur unter Asche weiterglomm, es ist zur Flamme angefacht. Taten, Taten! tönt der Sehnsuchtsschrei in meiner Seele — o sieh auf mich, Achill, daß du dich freuest deines Schülers, wie er sie ausführt, groß und schön und deiner wert, mein göttlicher Achill. (Er spendet, trinkt und gibt den Becher ab.> Der heutige Wettkampf war ein Prüfstein unsrer Stärke — der trete her. der jetzt nicht Kraft genug in seinen Gliedern spürt, die Welt mit mir zu überwinden, der trete her und spreche: ich will stehen bleiben; ich kann nicht vorwärts. (Pause; dann ein Ruf aus der Menge): Wir wollen alle vorwärts! (von anderen wiederholt, bis schließlich die ganze Masse stürmisch in den Jubelruf „Vorwärts" ausbricht). Alexander: Ja, Freunde, jubelt, jubelt; denn nun gibt's kein Halten mehr. Wie ein Bacchantenschwarm durchrasen wir die Welt, und sie wird unser. (Das Jubeln dauert fort, von Mexanders Worten übertöni.) Alexander: Nur eine kurze Rast wird noch gemacht, bevor wir unsere Waffen nach einem andern Weltteil tragen.

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