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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1921-01-01 · 24 (1921-1922) · p. Seite 150

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
24 (1921-1922)
Article
Alexander in Jerusalem
Date
1921-01-01
Page
Seite 150 (sequence 12)
Language
German
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IRI
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— 150 — Küsten wohnen Griechen, und alle anderen Völker dieses Landes sind Griechen mehr als Kinder des Ostens. Mit ihnen könntest du in Fried' und Ruhe leben; ein Volk, ein Land beherrschtest du. Jndeß, du stürmst zu Menschen mit fremden Sitten, fremden Sprachen, fremden Göttern, in Länder, die noch nie ein Heer betrat, das Zeus geopfert. Wie willst - du, ein Mensch, Millionen andre lenken, von einem kleinen Ländchen aus die ganze Erde? Mir schwindelt, wenn ich daran denke. Nicht doch, mein König, halt an, du reißt uns alle ins Verderben. Nimm, was Darms dir geboten. Sieh her, in meinen Händen halte ich das Schwert, das er dir sendet als Unterpfand für seinen Antrag; an deiner Seite hängt das deine dir, das du ihm geben sollst als Zeichen, daß du annimmst, was er beut. Nimm dieses, Alexander, nimm und gib das deine her. Ein Tausch und Frieden ist geschlossen. Perdikkas (rasch vortretend): Nein, keinen Tausch, kein Frieden, Alexander! Latz dich warnen. Versuch dein Heer zum zweiten Male nicht, daß es nicht irre an dir werde. Zu mehr als zum Herren von Kleinasien will der Soldat dich machen, dir will er mehr erobern, als blos die Hand der persischen Prinzessin. Den ganzen Erdkreis versprach er dir gefesselt zu Füßen zu legerr, weil du versprachst, ihn durch die ganze Welt zu führen. Es ist ein fester Pakt, wag' nicht an ihm zu rütteln, du rüttelst an dem Pfeiler deiner Königsherrschaft. Parmenion: Gefährlich wird das Heer, wenn es zum Rande des Verderbens sich gerissen sieht. Halt, Alexander, ich warne dich vor deinem Heere. Adrast (vortretend): Nein, vorwärts Alexander, die Stimme deine Heeres spricht aus mir.

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