Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 24 (1921-1922)
- Article
- Alexander in Jerusalem
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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— 147 — sehn, ob Alexander Schätze genug besitzt, die Tüchtigkeit gebührend zu belohnen. Schleppt her, was da ist, und das Kostbarste sei nicht zu kostbar für die Besten unter den Guten. <Diener bringen Basen und sonstige Kostbarkeiten herbei und legen sie bei Alexander nieder. Einzelne aus der Schar der Krieger gehen nacheinander bei Alexander vorbei und empfangen aus dessen Hand die Preise.) Alexander: Sieh da, eitt Mischkrug, von des Künstlers Hand mit Fleiß gefertigt; tritt her, Euryalos, du lenktest deine Rosse wacker und geschickt und warst der erste am Ziele. Nimm deinen Preis. Klytomedes, im Ringkampf bist du Meister — dein Lohn sei dieser Becher, und leerst du ihn, so leere ihn auf Hellas, deine Heimat. Antilochos, führ dieses Schwert — die Klinge spaltet eine Feder in der Luft — im ernsten Kampfe so wacker wie du heut deines im Spiele führtest und — zerschlugest. Hier hast du Ersatz und Kampfpreis. Du zeigtest, Pelegon, daß auch der Osten Streiter zeugt, die ihren Mann zu stehen wissen. Nimm diesen Schild, Pallas Athenes Haupt ist drauf gebildet. Du sollst dich hinter ihm nicht feige ducken, nein, von ihm, dem Dreimalfesten, gedeckt, sollst du nur um so kühner in die Feinde dringen. Deiphobos, auch du sollst mir nicht leer ausgehen — zwar überholte ich dich, doch nimmer hat der Sieg mich so viel Schweiß gekostet wie dieser — hier dieser Mischkrug sei das Zeichen, daß ich dich bewunderte. — Genug damit! Die Krieger, die ob Ihresgleichen siegten, sie sind belohnt. Tritt vor mich, Sisygambis. Du siegtest über mich, den König. Du überholtest mich, der ich an Schnelligkeit bis heute die Menschen alle zu übertreffen wähnte — du, ein Weib. Ich will dich lohnen, wie es dir gebührt. Sprich, was erbittest du dir, daß ich es dir gewähre? Sisygambis (nach einer Pause): Mein König, muß ich heute bitten? Sieh, müßte io*