Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 24 (1921-1922)
- Article
- Alexander in Jerusalem
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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— 143 - Welt zu tragen, und daran halte ich fest, trotz Alexander. Adrast: . Du wirst mir unverständlich. Ist das nicht Alexanders, ist's nicht unser aller Ziel? Wenn wir Ruhm und nichts als Ruhm erringen wollen, so genügt uns der der Rennbahn und des Ringplatzes nicht. Nein, kämpfen wollen wir, und nur wenn Ares uns die Siegespalme reicht, ist sie uns wert. Philotas: Ihr blinden Toren, eben damit hat's ein Ende. Begrabt nur euren Mut; denn Alexander zieht nicht weiter; laßt eure Waffen rosten; denn Alexander schlägt keine Schlacht mehr — bei Jssos war die letzte.? O Perdikkas, schärf' ihre Augen, daß sie sehen, was klar zu Tage liegt. Perdikkas (nickt.) Gphialtes: Uns schiltst du blind; doch du siehst Dinge, die nicht sind. Tu sie mir kund, die spitzfindige Sophisterei, mit der du zu dem Schluß kommst — o. laß uns lachen, Bruder — zu dem Schluß kommst: Alexander zieht nicht weiter. Philotas: Keine Sophisterei; nein Gründe, so plausibel, daß euer kindlicher Verstand sogar imstande ist, sie zu begreifen. Erzähl mir doch, Adrast, wie lautet denn das Anerbieten, das der Perserkönig Alexandern macht? Will er ihm nicht Vorderasien, das heißt die Länder, welche wir erobert haben, überlassen, ihnr die Hand seiner Tochter geben und reiches Lösegeld für die ganze Königsfamilie, uin den Preis, daß Alexander von weiteren Eroberungen absteht? Adrast: So, däucht mich, bietens die Gesandten an. Philotas: Nun, und gestehe mir doch, Ephialtes, wie behandelt