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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1921-01-01 · 24 (1921-1922) · p. Seite 142

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
24 (1921-1922)
Article
Alexander in Jerusalem
Date
1921-01-01
Page
Seite 142 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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- 142 — Persien euch bieten sollte, wo sind die Weiber, die dem Krieger ihre Reize lassen müssen, wenn er als Sieger schalten darf? (Adrast und Ephialtes haben unterdessen den Opferbrand völlig gelöscht und sind nach vorn gekommen. Der Zeltvorhang schließt sich hinter ihnen.) Adrast: Halt, Philotas, das hat uns Alexander nicht verheißen. Um schnödes Gold und Sinnenlust kämpft Alexander nicht. Philotas: Ei was, moralisiert mir nicht! Setzt' ich mein Leben Tag für Tag auf's Spiel, und siege ich, so will ich herrschen. Er aber läßt euch alle nach seiner Pfeife tanzen, befiehlt euch bald zu metzeln, bald zu schonen, wie's ihm just beikommt, und speist euch ab mit ein paar Worten wie: „Nachruhm" und „Achill". Und ihr seid töricht genug, und laßt zu einem Popanz euren Helden euch verkehren, und freut euch damit, wie Kinder mit einer Strohpuppe. Ihr spielt die Sklaven, da ihr Herrscher über Tausende sein könntet, fügt euch den Launen eines Mannes, da ihr ganze Völker nach eurem Willen leiten könntet, und seid arm wie die Thrazier, da ihr reich sein könntet wie die Perserkönige. So tut ihr Achillesdienst. Perdikkas: Du bist ein Knabe, Philotas! Jene schmähst du, weil sie einem eitlen Ruhm nachstreben, und du, wonach trachtest du? Deinen Dünkel willst du befriedigen, willst, daß Alexander dir Mittel und Wege bereite, damit du deinen Stolz an geknechteten Völkern auslassen kannst. Geh, Philotas, du bist ein Knabe. Philotas: Es ist nicht wahr, Perdikkas, ich bin kein Knabe, ich weiß, was ich will. Nenn's Dünkel. Stolz, nenn's wie du willst, das gebe ich zu, ausgezogen bin ich, um die Herrschaft Mazedoniens über die

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