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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1921-01-01 · 24 (1921-1922) · p. Seite 132

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
24 (1921-1922)
Article
Adolf Zellinek
Date
1921-01-01
Page
Seite 132 (sequence 11)
Language
German
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geistvolle und lehrreiche Plaudereien, nicht aber wissenschaftlich begründete oder gar philosophische Ausführungen. Dieser Schrift gegenüber fällt die Fortsetzung „Der jüdische Stamm in nichtjüdischen Sprichwörtern" (drei Serien) sehr ab; der Inhalt ist dürftig, der Verfasser beherrscht das Feld nicht, und entschädigt auch nicht durch Gedankenspiel. - Der wissenschaftliche Ruhmestitel, den er in der jüdischen Gelehrtenwelt erlangt und behauptet hat, ruht in seinen kabbalistischen Forschungen und Veröffentlichungen, welche allerdings auch meist kurzatmig gehalten, zuweilen kritischen Scharfblick vermissen lassen. Er debütierte auf diesem Spezialgebiet mit der Übersetzung eines französischen Werkes von A. Franck: „Die Kabbala oder die Religonsphilosophie der Hebräer" (Leipzig 1844), welches er mit schätzenswerten Berichtigungen und Zusätzen versah; aber in den Hauptfragen teilte er die Ansicht des Verfassers, daß die Kabbala uralt, wahrscheinlich aus dem Parsismus stamme, und daß der Sohar unmittelbar durch Schüler auf R. Simeon ben Jochaj zurückgehe. Infolge vertiefter Studien gab er diese Anschauung auf, und wahrscheinlich - angeregt durch die in der Zeitschrift „Orient" (Jahrg. 1846) erfolgten kabbalistischen Veröffentlichungen aus dem Nachlaß des leider allzufrüh verstorbenen Landauer, lenkte er mit Nachdruck die Aufmerksamkeit auf einen Bericht des Historikers Abraham Zakuto über die Entstehung des Sohars, der in der ersten Druckausgabe-des Jochasin, Konstantinopel 1566, zu lesen war, in den späteren Ausgaben, vielleicht auf Veranlassung des R. Mose Jsserles, gestrichen wurde. In diesem Bericht erzählt Isaak von Akko, daß er Nachforschungen über die Herkunft des Sohar 1305 angestellt und zu diesem Zweck Mose ben Schemtob de Leon, der in Avila (Spanien) seinen Wohnsitz hatte, aufgesucht habe, da von dem genannten Mose de Leon zuerst der Sohar als ein Werk des R. Simeon ben Jochaj stückweise ausgegeben und vertrieben wurde. Inzwischen war Mose de Leon gestorben; da erklärten Frau und Tochter, an die man mit den größten Versprechungen herangetreten

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