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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1921-01-01 · 24 (1921-1922) · p. Seite 93

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
24 (1921-1922)
Article
Dante und Manoello
Date
1921-01-01
Page
Seite 93 (sequence 4)
Language
German
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Duo lumi son di novo spenti al mondo, In cui virtü e bellezza si vödea; Piange 1a mente mia, cbe gia ridea, Di quel cbe di saper toccava il fondo. Piange la tua del bei viso'* giocondo Di cui tna lingua tanto ben dicea, O me dolente, cbe pianger. devea Ogni bomo cbe sta dentro a questo tondo. E pianga dunque Manoel giudeo, E pianga prima il suo proprio danno, Poi pianga il mal di questo mondo reo, Cbe sotto il sol non fu mal peggior anno; Ma mi conforta cb’io credo cbe Deo Dante abbia posto in glorioso scanno 5) Auf diese Verse Bosones antwortete Immanuel mit dem folgenden Sonett, welches im italienischen Gewand die Vertrautheit mit den Bildern und dem Stile der von den Arabern beeinflußten mittelalterlichen hebräischen Dichtung nicht verleugnet: Io cbe trassi le lacrime dal fondo Del! abisso del cor cbe in su le invea, Piango cbe il fuoco del duolo m’ardea, Se non fosser le lacrime in cbe abbondo; Che la lor piova ammorta lo profondo Ardor cbe del mio mal fuor mi traea; Per non morir, per tener altra vea, A percoter sto fermo e non affondo. E ben puö pianger cristiano e giudeo, E ciascbedun sedere in tristo scanno; Pianto perpetual m’e fatto reo, Percb' io m’accorgo cbe quel fu il mal anno; Sconfortami ben cb’io veggo cbe Deo Per invidia del ben fece quel danno.6) 5) Zwei Lichtgestalten sind der Welt entrissen, durch Tugend' die eine, durch Schönheit die andre ausgezeichnet; meine Seele weint um jenen, welcher der Weisheit tiefste Gründe berührt, die deine um jenes anmutsvolle Antlitz, das deine Lrppen so sehr gepriesen. Ach l Keinem Sterblichen bleibt die Wehklage erspart! So weine denn, Manoello Giudeo, zunächst um den Schaden, den er selbst erlitten, sodann ob der ganzen Menschheit Weh. Niemals gabes ein Jahr, das trauriger war als dieses. Eins nur gereicht mir als Trost, die Gewißheit, daß Dante von Gott die ewige Seligkeit beschieden ist. 6) Der ich aus den tiefsten Gründen meines Herzens die Tränen zog, breche ich in Klagen und Weinens aus, weil das

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