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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1921-01-01 · 24 (1921-1922) · p. Seite 58

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
24 (1921-1922)
Article
Das Ideal der Geschichtsschreibung und Israels Stellung zu ihm
Date
1921-01-01
Page
Seite 58 (sequence 13)
Language
German
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zeigt, daß Philistäer von den Kaslüchim (östlich vom Nitdelta) ausgegangen sind, sondern es hat diese Aufmerksamkeit auch sogar in bezug auf die weniger auffallenden Schritte der Kulturgeschichte betätigt. Oder ist es nicht auffallend, wie oft in den Geschichtsbüchern Israels der Wechsel von Ortsnamen usw. bemerkt wird? „Bela, die heißt (jetzt) Zoar" (I.Mos. 14. 2) ist der erste Fall. Wer erst einmal auf diese Notizen aufmerksam gemacht ist, findet leicht selbst ganze Reihen, wie sie von mir in den grundlegenden Vorbemerkungen meiner „Geschichte der alttestamentlichen Religion kritisch dargestellt" (1915), Seite 7—9 gesammelt worden sind. Welch deutliches Zeugnis für dieses Geschichtsintereffe Israels aber ist drittens auch die Anlegung ältester Quellenschriften! Von solchen sind aber in den auf die frühesten Zeiten bezüglichen Büchern ausdrücklich folgende zwei erwähnt: Das Buch von den Kriegen des Ewigen (4. Mos. 21, 14) und das Buch des Redlichen oder Frommen (Jos. 10,13 usw.), jenes ein Prosawerk, dieses eine dichterische Anthologie. Durch diese Nachweise ist aber jene erste Bemängelung, die oben im Eingang dieses Artikels als modern erwähnt werden mußte, nämlich daß die Hauptwerke über die ältesten Zeiten Israels entweder aus Einbildungen oder aus ganz morschen Materialien aufgebaut worden seien, als eine oberflächliche Verdächtigung erwiesen worden. Man hätte die.Baustoffe nur suchen sollen, wie ich es seit 1903-, freilich für eine gewisse Richtung, die sich mit Vorliebe die „kritische" nennt, immer noch vergeblich getan habe. Und wie steht es mit , der Begründetheit der mit dieser ersten Bemängelung zusammenhängenden neueren Annahme, daß diese Hauptwerke über die ältesten Zeiten erst im neunten und achten Jahrhundert entstanden seien? Nach meinen Untersuchungen läßt sich deutlich zeigen, daß das eine von den da gemeinten Hauptwerken in der letzten"Richterzeit und das andere in der davidisch-salomonischen Periode verfaßt ist. Denn, um hierauf nur wenigstens kurz einzugehen, so stammt die Bevorzugung des. Ausdrucks

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