Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 24 (1921-1922)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 6)
- Language
- German
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■ — 22 — von E. Auerbach gewidmet: „Die Prophetie" (Berlin, Jüdischer Verlag, M. 18.60, geb. M. 26,00). Diese einzigartige geschichtliche Erscheinung wird hier nicht vom theologischen, und auch nicht einmal vom geschichtsphilosophischen Standpunkt behandelt, sondern rein individuell im Zusammenhang mit dem psychologischen Koniplex der Persönlichkeit des Propheten Jeremias, den der Verfasser aus der Reihe der Propheten heraushebt. — Mil dem Prophetismus befassen sich auch die beiden folgenden Schriften: „Die Propheten des Alten Testaments und ihre Gegner" von Ed. Sachsse (Berlin - Lichterfelde, Edwin Runge) und „De Profeten des Ouden Verbonds“ von G. CH. Aalders (Kämpen, Kol). R. Travers H erf ord, ein bekannter christlicher Theologe in England (er war bis zum Ausbruch des Krieges Prediger an der unitarischen Kirche in Stand bei Manchester), der sich seit dreißig Jahren bemüht zeigt, dys.pharisäische Judenturn wissenschaftlich zu erforschen und ihm gerecht zu werden, hat eine kleine, sehr lesenswerte Schrift veröffentlicht: „Was verdankt die Welt den Pharisäern?" (Deutsche Uebersetzung von Rosalie Perles;, Leipzig, Gustav Engel, M. 4.25). Sie wird hoffentlich dazu beitragen. gebildeten - Lesern ein richtigeres Bild von dev Bedeutung und dem Wirken der Pharisäer zu verschaffen als jenes Zerrbild, das sich durch das evangelische Schrifttum solange erhalten hat. Dem religionsgeschichtlich ewig denkwürdigen Ereignis im Zeitalter des Königs Josia (Ed. Meyer meint, daß man bis zur Reformation herabgehen müsse, um in der Geschichte des Geisteslebens einen ähnlichen Vorgang zu finden) widmet M. Kegel eine eingehende Untersuchung, deren Ergebnisse man zu beachten haben wird, selbst wenn man ihm nicht in allen Punkten zustimmen kann („DieKultus-Reformation des Josia"; Leipzig, A.Deichert, M. 9,60). Die mit vielem Fleiß gearbeitete Monographie berücksichtigt das reiche bereits vorhandene Material und zeichnet sich durch einen gewiffen konservativen Zug aus, mit dem da die biblischen Quellen behandelt werden. — Eine wertvolle archäologische Abhandlung gibt H. Greß-