Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 22 (1919)
- Article
- Briefe Gotthold Salomons an Isak Noa Mannheimer
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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97 Synagogen leiten, nur vrei wären, die Ihrem Beispiele folgen und die Art und den Geist Ihrer Wirksamkeit nachahmen möchten und — könnten, es wäre alsdann sehr gut mit uns bestellt. Nein, Ihre Saaten sind aufgegangen und werden aufgehen und Sie werden es sehen und sich freuen und — Gott wird es geben — . . . . Davon bin ich fest überzeugt. Für Ihre freundschaftliche Bemerkungen über meinen Aufsatz gegen den Usiel sage ich Ihnen aufrichtigen Dank. Die Briefe fanden anfangs mehr und größere Zustimmung als mir und der Sache des fortschreitenden Lichtes recht schien. Daher hielt ich es. - für nicht unangemessen, an der Sacke nur zu rütteln und aufmerksam zu machen auf das Unwichtige, Gehaltlose und an das Lächerliche Grenzende in diesen Briefen, die deshalb scharfe Rüge verdienen, weil der Vers, als — Reformator auftritt. — Ihre Anweisung ist eingegangen und honoriert und ich danke Ihnen herzlich für Ihre Bemühungen, meine Makulatur zu versilbern. Wenn ich nun erst mit meinem David — der jetzt zur Strafe für seine Sünde gegen Urias — unter der Presse ist, auch so weit wäre! Ich habe der Verlagshandlung 180 Unterschriften versprochen und konnte noch wenig dafür tun, weil die Bibel alle meine Zeit und Lust und Emotionen in Anspruch nimmt. Mir ist es unbegreiflich, daß Sie in Wien noch keine Subskriptionslisten gesehen haben. Ich verstehe indeß unter dieser Nennung nur die Ankündigungen, die eignen Listen sind gar nicht nötig. Entweder die Buchhandlungen lassen Unterschriften aufnehmen oder — da auf diesem Wege wenig geschieht — irgend ein Freund des Verfassers oder der guten Sache befaßt sich mit diesem, wenn auch nicht sehr angenehmen Geschäfte. So hat in Ff. a./M. Heß einen mit seiner Empfehlung versehenen Bogen kursieren lassen und hundert Subskribenten bis jetzt gesammelt; so hat in Königsberg ein Kaufmann Schönlauk einen Subskriptionsbogen herumgeschickt, mit einigen Worten von Dr. Freystadt begleitet, der auch guten Erfolg hat. In Breslau tat; dies unaufgefordert ein Prof. (?) am Elisabethkloster und das Resultat wird gut werden. Natürlicherweise in Wien rechne ich auf Sie, geliebtester Freund! Einige Worte von Ihnen, daß Sie,etwa aus mein Ansuchen die Subskription eröffnen, und es ist an dem guten Erfolg gar nicht zu zweifeln. Und eben so wenig kann es fehlen, wenn Sie in Pest und Ofen u. s. w. jemanden mit diesem Geschäfte beordern. Prag — sei es um Prag (das gab ich gleich verloren!) aber Wien — von Wien verspreche ich mir nicht wenig. In einem meiner ftühern Briefe ersuchte ich Sie auch, mir einige Nueeus namhaft zu machen, an die ich mich selbst wenden wollte. Finden Sie es nicht ratsam? Unaufgefordert tun Juden leider nichts. Man muß bitten und betteln. Es Hilst nichts, «sollte der dortige Rothschild nichts dafür tun? Es bedarf indessen eines Fürsprechers, so sich Herz und Hand öffnen soll. Ohne Zweifel wird Ihre Predigt über die „risch’e Jelmda“ dergestalt gewirkt haben, daß sie die eine, die Sie rügen wollten: „Al ascher maassu 7