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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1919-01-01 · 22 (1919) · p. Seite 95

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
22 (1919)
Article
Briefe Gotthold Salomons an Isak Noa Mannheimer
Date
1919-01-01
Page
Seite 95 (sequence 28)
Language
German
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95 Jugend — so kalkuliere ich — mutz eine Bibel haben, die Erwachsenen sollen sie haben und werden sie anschaffen. Die Jugend soll sie in e intern Bande als Schulbuch erhalten, für billigen Preis erhalten. Die Erwachsenen, da viele deren noch hebräisch verstehen, sollen sie in mehreren Bänden, hebräisch und deutsch erhalten, mit altautorisierten Abteilungen als Schein, Sch’lischi 2c. mit der Angabe der Haftarah rc. Weil aber eine solche Ausgabe viel Geld erfordert, darum wollte ich schon während der Arbeit und bevor die Arbeit fertig ist, einigermatzen wissen, auf welchem Wege die Kosten herbeizuschaffen wären, ob sich ein Verleger dazu fände, oder ob man Subskriptionen aufnehmen, an reiche Leute schreiben und um Beiträge und Unterstützung der guten Sache ersuchen, da wir keine Bibelgesellschaften haben. Daher ich denn von den „Aeutzerlichkeiten" Ihnen schon früh geschrieben und um Ihren Rat gebeten habe. Eine, andere Stelle in Ihrem Briefe verstehe ich nicht ganz. Sie sagen nämlich: „Uebrigens habe ich Ihnen von anfang gesagt, datz Sie über meine Arbeiten verfügen (das verstehe ich!) und sich in allem Uebrigen (was heißt«-das?) als den alleinigen Arbeiter und Herausgeber betrachten können. T’hilim, Jeremia, Ezechiel, Kohelet sind fertig, aber nicht revidiert. Betrachten Sie also (!) die Sache von meiner Seite geschlossen und beendigen Sie alles Uebrige." Es scheint mir viel gütiges in diesen Zeilen zu liegen, aber Zwischen den Zeilen lese ich so etwas, als kündigten Sie mir die Chawrussa auf und als wollten Sie mir Ihre gewiß sehr schätzbaren Arbeiten einliefern, ohne aber genannt zu sein. — Ist das wirklich Ihre Meinung? Ich bitte Sie, sagen Sie mir in Ihrem nächsten Schreiben,- so bald es Gesundheit und Muhe verstatten, wie Sie es gehabt haben wollen. Auf alle Fälle werde ich die von Ihnen gearbeiteten Bücher meinen eigenen Arbeiten den Vorzug geben, ich muh dann aber auch entweder in dem Vorberichte oder auf dem Titelblatt jener Bücher selbst den verehrten Uebersender nennen dürfen. Nach Ihrem vorigen Briefe, waren Sie sehr beschäftigt und die Namen Ihrer verschiedenen Funktionen setzten mich in Schrecken. Auch Ihr Augenübel war noch nicht weggeschafft. Wie ist es denn jetzt? Möchte das Uebel gänzlich gehoben sein! Möchte ich recht bald recht erfreuliche Nachricht von Ihrem Gesundheitszustand erhalten? Meinen „Mose" haben Sie vermutlich längst erhalten und ein Urteil von Ihnen möchte ich mir wohl ausbitten. Briefe an H- Hartmann habe ich auch seitdem geschrieben, weih aber nicht, ob sie ihm zu Gesichte gekommen sind. Auch „Erinnerungen an Helgoland", wo ich im vorigen Sommer war, sind soeben von mir erschienen. Datz ich also nicht mützig gehe, sehen Sie; aber ,,alles dieses hat keinen Wert für mich" solange die Bibel nicht da ist. Mit neuer Lust und Kraft will ich nun

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