Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 22 (1919)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 13)
- Language
- German
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hungert und eine Karte her Prähistorischen Fundorte Phöniziens und Galiläas veranschaulichen die bisher' gewonnenen Ergebnisse dieser archäologischen Forschungen. Im Anschluß an den Bericht über die geschichtliche Literatur mögen hier noch die Erscheinungen auf dem Gebiet der Palästinakunde Erwähnung finden. A. Schechter schrieb „Palästina, seine Geschichte und Kultur im Lichte der neuesten Ausgrabungen und Forschungen". In schwedischer Sprache erschien „Israsls land och dess historia“ von E. Stave. Einzelstudien sind: „Die griechisch-römischen Städte des Ostjordanlandes" von H. Guthe und „Die römischen Meilensteine der Provinzen Syria, Arabia und Palästina", zusammengestellt und bearbeitet von P. Thomsen. Von der Reisebeschreibung „Arnulf. Eines Pilgers Reise nach dem heiligen Lande", übersetzt und erklärt von P. Mickley ist der 2. Teil erschienen; ferner „Newe Reisebeschreibungen nacher Jerusalem undt dem Heiligen, Landte" von Laurentius Slisanski. — Der Gegenwart ist gewidmet „Jüdische Emigration und Kolonisation" von D. Trietsch. Ein eigenartiges Buch, das uns wehmütig berührt, ist unter dem Titel „Jiskor. Ein Buch des Gedenkens an gefallene Wächter und Arbeiter im Lande Israel" mit einem Geleitwort von M. Bub er erschienen. Es ist eine Sammlung von kurzen biographischen Skizzen stiller jüdischer Helden, die bei der Besiedlung und Verteidigung des historischen Bodens ihr Leben gelassen haben, eine Art Martyrologium moderner Geschehnisse und in moderner Form. * * * , Wir gehen nun zu dem Zweig der Literatur und Literaturgeschichte über. H. Gunkel, der das biblische Schrifttum in seiner vollen lebendigen Frische erfaßt hat, schrieb „Das Märchen im Alten Testament". Er bemüht sich, diese vornehmlich im Orient so beliebte Literaturgattung, das naive Märchen auch in der Bibel nachzuweisen, wo es zwar systematisch zurückgedrängt werden sollte, da es vielfach mit dem reinen Gottesglauben im Widerspruch stand, aber doch in verschiedenen Bildern,