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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1918-01-01 · 21 (1918) · p. Seite 120

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
21 (1918)
Article
Ein klerikaler Laienhebraist und Judengegner vor 1870
Date
1918-01-01
Page
Seite 120 (sequence 5)
Language
German
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sekte, welche ebenso durch Aufnahme der Dreieinigkeit eine mysteriöse Brücke zum Christentum baute, wie einst Leo der Jsaurier durch den Bildersturm den Jslamiten gefällig war" *). Bei Beirut bemerkt Sepp (S. 73): „Auch. viele Juden und Schwarze sah man in dieser wichtigen Handelsstadt". Von den Einheimischen in Cölesyrien: „Ihre Tracht ist noch die der Patriarchenzeit: .... So müssen sie Abraham, Isaak und Jakob getragen haben". In Jerusalem hören.wir (S. 77): „In Gesellschaft des jüdischen Arztes vr. Fränkel?) besuchte er das Cönaculum [Mariae], dessen Schech sie sogar mit Kaffee bewirtete. Ebenderselbe führte ihn und Tobler ins-Innere der Burg Davids mit ihren Türmen .... ". „Auffallend ist auch, daß wegen der Menge der Juden die halbe Stadt deutsch spricht. Selbst der niedere Pilger kommt darum nicht in Verlegenheit" (S. 78). „Von Nazareth .... ging es nach Liberias. In der alten Residenzstadt der herodischen Viersürsten, deren Burg mit massigen Mauern und Türmen noch steht, nahm Sepp bei einem Juden Chajim Weismann aus Brody Quartier, der Leim Erdbeben des Jahres 1837 Weib und Kinder eingebüßt hatte und erst nach 33 Stunden unter den Balken seines Hauses hervorgezogen worden war" (S. 81). So weit reichen die im ganzen durchaus objektiven Angaben Sepps; von nun an tritt der stark subjektive Kulturpolitiker auf den Plan. Auch hier lehnen wir uns durchaus an den Wortlaut des fesselnden Memoirenwerks an. Da stehen zunächst etliche Mitteilungen aus seiner Tätigkeit im Frankfurter Parlament 1848/49. „Der Nationalökonom Moritz Mohl allein hatte den Mut, auf die Judengefahr aufmerksam zu machen ....". Den als „Das kleine Laster" charakterisierten bekannten 48er Reichsmiuister und Satiriker I. H. Detmold (gest. 1856) scheint Sepp nicht als Juden erkannt zu haben (S. 99). 1) lieber die Irrtümlichkeit dieser Auffassung kann hier nicht gesprochen werden; Leo der Jsaurier ist der bekannte bilderstürmerische byzantinische Kaiser (717—41). 2) Wohl mein Oheim Dr. EManuel Frankel (1818—1884), in Wien, später Leibarzt des rumänischen Fürsten Johann Cuza.

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