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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1918-01-01 · 21 (1918) · p. Seite 27

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
21 (1918)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1918-01-01
Page
Seite 27 (sequence 12)
Language
German
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haben. Ich meine damit den wahren Humanismus und die höchste menschliche Ethik, den Universalismus und den ewigen Weltfrieden, unter dem Ereignisse, wie die unserer Zeit, unmöglich wären. In das Gebiet der religiösen Zeitfragen gehören noch einige kleinere Schriften, die das allgemeine Interesse in Anspruch nehmen dürfen. W. Nithack-Stahn und H. Cohen haben unter dem Titel „Was einigt die Konfessionen?" zweiVorträge veröffentlicht. Auch in diesem Vortrage, der vor einem akademischen Kreis gehalten würde, hak sich Hermann Cohen wie schon früher oft mit voller Entschiedenheit und Klarheit als Apologet des Judentums gezeigt, dessen ethische Vorzüge er stark betont. M. Bub er vertritt seinen jüdisch-nationalen Standpunkt in seiner Schrift „Völker, Staaten und Zion", in der er auch gegen Hermann Cohen polemisiert. Gegen diese Polemik richteb sich eine Publikation von H. Cohen „Antwort auf das offene Schreiben des Herrn Dr. M. Buber". Dem Bericht über die religionswissenschaftliche Literatur des letzten Jahres möge sich der über die wenigen Erscheinungen auftdemGebiet derPhilosophie anschließen. I. Husik schrieb „A History of mediaeval Jewisb. Pbi- Josopby". Drei Schriften sind von oder über Spinoza. Die vortreffliche und gediegene deutsche Uebersetzung der „Ethik" von O. Baentsch ist in achter Auflage erschienen. Der bekannte Spinozaforscher C. Gebhardt hat „Inedita Spinozana" herausgegeben, die allen Verehrern des großen Philosophen eine willkommene Gabe sein dürften. Ueber die Gottesidee Spinozas liegt eine größere Schrift in französischer- Sprache vor: „Le Dien de Spinoza" von G- Hu an. -i- * ✓ -r- Indem wir nun zu den Erscheinungen des letzten Jahres auf dem Gebiet der jüdischen Geschichte und den mit ihr verwandten Wissenschaftszweigen übergehen wollen, dürfte es wohl angebracht sein, zweier Männer zu gedenken, denen die Geschichtsforschung soviel zu verdanken hat, und-, deren hundertster Geburtstag in diesen Winter fällt: Es-

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