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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1918-01-01 · 21 (1918) · p. Seite 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
21 (1918)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1918-01-01
Page
Seite 28 (sequence 13)
Language
German
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sind dies Heinrich Grätz und David Cassel. Die Bedeutung des Historikers und Bibelforschers Grätz wird an -anderer Stelle dieses Jahrbuches von einem seiner hervorragendsten Jünger gebührend gewürdigt. Aber auch David Cassels hundertsten Geburtstags (er wurde am 7. März 1818 in Glogaü geboren), haben „die Freunde der Wissenschaft des Judentums in Dankbarkeit und Verehrung für diesen ausgezeichneten Gelehrten zu gedenken. Er hat allerdings mit seinen Schriften, die sich durch Gründlichkeit und Gediegenheit auszeichnen, nicht die Popularität Grätzens erlangt. Aber seine „Geschichte der jüdischen Literatur" (2 Bände, Berlin 1872—73) und das „Lehrbuch der jüdischen Geschichte und Literatur" (Leipzig 1879), wie seine klassische Uebersetzung des „Kusari" (3. Auflage, Berlin 1909) und die kritische Ausgabe des „Noor enajim" (Wilna 1866) sind bedeutsame Werke, die dem Forscher ein bleibendes Andenken in der Wissenschaft des Judentums sichern. David Cassel war auch an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums seit ihrer Begründung (1872) bis zu seinem Tode (23. Januar 1893) Dozent für Bibelexegese, hebräische Sprache, jüdische Geschichte und Literatur. Eine wichtige Episode aus der ältesten Geschichte Israels behandelt die Schrift: „Die älteste Geschichte Israels imRahmenlehrhafterDarstellüngen" von A.Jirku. Es ist dies eine kritische Beleuchtung der biblischen Erzählung vom Auszug aus Aegypten und der Wanderung Israels durch die Wüste in Ergänzung mit den diesbezüglichen Aussagen und Berichten in den jüdischen Apokryphen, Pseudepigraphen, bei Philo und Josephus und den älteren christlichen Schriften. Die Schrift bietet auch einen wertvollen Beitrag zur Pentateuchkritik, in der sich der Verfasser, wie es jetzt immer häufiger wird, einer konservativeren Auffassung nähert. Der geschichtlichen Epoche, die sich der oben bezeichneten unmittelbar anschließt, der Zeit der Eroberung Palästinas durch die israelitischen Stämme ist die gediegene -Studie „Gilgal" (ein Beitrag zur Geschichte der Einwanderung Israels in Palästina) von E. Sellin ge-

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