Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 20 (1917)
- Article
- Briefe von, an und über Mendelssohn
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 135 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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135 sehr empfindlich gewesen. Hiezu kam noch die ungegründete Einbildung, daß I. sowie Lavater ihn hätte bekehren wollen, La ich doch bezeugen muß, daß jener nur ganz zufälliger Weise — und nicht zudringlich — zu der Äußerung gegen M. wegen Lessings Spinosismus gekommen ist, dessen Verdacht der gute M. wirklich etwas sophistisch abzuwälzen sucht. Dies ist mir in der letzten Schrift anzutreffen leid, und — beiläufig gesagt — auch in der vorigen — Jerusalem oder über Judentum (sic) — finde ich manches sophistisches, welches mir dieselbe weniger als andere Arbeiten des würdigen Mannes schätzen machte" .... 11) Marcus Herz an Michael Friedländer 31. Dezember 1796. Marcus Herz, 1747—1803, Arzt und Philosoph, einer der vertrautesten Freunde Mendelssohns, hat mit diesem keinen Briefwechsel geführt, da sie ja an demselben Orte lebten. Doch gibt es eine Reihe von Sendungen des einen an den andern, die in den Werken, V, Band 655 ff, 587—591 und 614 gedruckt sind. Hier kommt nur eine Stelle in Betracht aus einem größeren Briefe von Herz, der im wesentlichen über Kant handelt, und nähere Nachrichten über den verehrten Meister erbittet. Am Schluffe dieses Berichtes heißt es: „Seine (nämlich Kants) Gleichgültigkeit gegen das Leben in seinem hohen Alter wundert mich um so mehr, da ihm die niedrigen tierischen Genüsse noch so sehr behagen und er das Essen noch so sehr liebt. Mendelssohn hatte sie gar nicht und war doch jünger und konnte gar nichts verdauen. Er ist in der Tat ein wahrer konsequenter Weltweiser". 12) Georg Heinrich Ludwig Nicolovius an David Friedlaender. 25. Mai 1814. _ Dankt für die Zusendung von Mendelssohns Phädon. „... Wenn meine erste Freude aus der Überzeugung entsprang, daß die Nachfrage nach dieser Schrift