Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 20 (1917)
- Article
- Briefe von, an und über Mendelssohn
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 52)
- Language
- German
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I SG ein untrüglicher Beweis unserer Rückkehr von vielfachen Jrrpfaden zu den Hellen Quellen echter Weisheit sei,. so müßte die, jene Überzeugung bestätigende Stimme eines so feinen und ruhigen Beobachters... mir sehr willkommen sein und mich zu sehr schönen Hoffnungen für die Zukunft erheben... 13) L. F. G. von G o e ck i n g k an David Friedlaender. 18. April 1818. Goeckingk, deutscher Dichter, 1748—1828, in seiner Jugend ein Genosse des Göttinger Hainbundes, ein aufgeklärter Mann, wandte sich in seinen hohen Jahren an Friedlaender und bat um eine Auskunft über eine ihm unverständliche Stelle in den Handschriften Moses Mendelssohns. Die Aufklärung, die David Friedlaender ihm erteilte, ist erhalten. Doch ist Anfrage und Aufklärung für Mendelssohn selbst so wenig wichtig, daß ich davon Abstand nehme, beides an dieser Stelle abzudrucken. 14) Wilhelm von Humboldt an David Friedlaender. - 11. September 1809. Wilhelm von Humboldt, der große Politiker und Schriftsteller, 1767—1835, der sich nicht ohne Stolz einen Schüler Friedlaenders nannte, und der von 1767—1821 gar manche zum Teil sehr ausführliche und inhaltreiche Schreiben an den Berliner Stadtrat gesendet, begleitete dessen den Juden gewidmete Schriftstellerei mit großem Interesse und innerlicher Anteilnahme. So hat er ihm zum Beispiel am 17. Januar 1816 ein ungemein warmes Dankschreiben für seine „Reden" geschickt, in dem der humane Sinn Humboldts sehr schön hervortritt, zum Beispiel in den Worten: „Ich nehme daher den lebhaftesten Anteil an jedem Bestreben, denen, welche diese ungerechte Ungleichheit erfuhren, selbst eine allgemeinere Bildung zu geben und niemand kann verkennen, wieviel Sie hierin gewirkt haben". In gleichem Sinne ist auch der Brief Humboldts an Friedlaender abgefaßt, der sich