Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 20 (1917)
- Article
- Briefe von, an und über Mendelssohn
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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133 „Lavaters Urteil über Sie verhält sich eigentlich so: Man sprach in einer Gesellschaft von Moses's vermeintlichem Tode (Ach melden Sie mir doch, was Sokrates denn eigentlich macht!) Hier gedachte Lavater des Promemoria, welches, sagte er, von Nicolai zu sein scheint". 9) I. C. Adelung an Engel 23. Dezember 1780. Der Grammatiker und Lexikograph I. C.- Adelung, 1732—1806, schreibt an den Berliner Philosophen: „Herrn Mendelssohns Schrift sende Ihnen mit dem verbindlichsten Dank wieder zurück, und seine mehrmalige Übereinstimmung mit meinen Ideen vermehret bei mir das gute Vorurteil für die letzteren, welches Ihre Gütigkeit mir beigebracht hat. Ich wünschte, daß er sein System ausführte und dessen Richtigkeit in der hebräischen Sprache zeigte". Die Stelle ist nicht leicht verständlich; der Bearbeiter unseres Katalogs setzt als erklärende Anmerkung folgendes hinzu: „Vielleicht die schon 1756 erschienene Übersetzung Mendelssohns von Rousseaus Abhandlung von dem Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen, der Mendelssohn Betrachtungen über Rousseaus Meinung von dem Ursprung der Sprachen angeschlossen hatte". Diese Erklärung scheint mir nicht richtig; sollte sich die Stelle nicht eher auf Mendelssohns Übersetzung des ersten Buches Moses beziehen, die 1780 erschienen war? 10) I. A. H. Reimarus an Nicolai 7. März 1786. Der Schreiber des folgenden Briefes ist nicht der bekannte Aufklärer Samuel Reimarus, „der Ungenannte", Lessen Schriften von Lessing herausgegeben, diesem so viel Streitigkeiten zuzogen, sondern dessen Sohn I. A. H. Reimarus, 1729—1814, Arzt und Professor in