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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1917-01-01 · 20 (1917) · p. Seite 118

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
20 (1917)
Article
Briefe von, an und über Mendelssohn
Date
1917-01-01
Page
Seite 118 (sequence 34)
Language
German
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118 Ich werde dieses Jahr meine Theorie der schönen Wissenschaften wieder drucken lassen. . . . , 17. I. G. Zimmermann. 25. April 1781. Joh. G. Zimmermann, 1728—95, Mediziner und populärer Schriftsteller, war längere Zeit Mendelssohns Arzt gewesen. Mendelssohn hatte ihm, wie in dem Abschnitt über Wieland gezeigt ist, sein Entzücken über des letzteren „Goldenen Spiegel" geäußert, auch Zimmermanns schriftstellerische Leistungen, z. B. seine Schrift „Von Nationalstolz" hatte er gerühmt. Dieser seinerseits hatte öffentlich Mendelssohns Weisheit und seine Ergebung in schwerer Krankheit gepriesen. So oft Mendelssohn in Hannover war, war er mit dem berühmten Arzte zusammen. Von der brieflichen Verbindung zwischen beiden waren bisher nur 2 Schreiben von Mendelssohn an Zimmermann (1. September 1784 und 16. Oktober 1785) bekannt, Kayserling S. 435 und 437 sg. Das elftere handelt über Aufklärung, das letztere ist ein Geleitwort zu den „Morgenstunden". Bei dieser Sachlage ist es um so erwünschter, daß wir nun einen Brief Zimmermanns erhalten. Zur Erklärung ist nur zu bemerken, daß Zimmermanns Buch über die Einsamkeit 1784 in 4 Banden erschienen ist. Hannover, 25. April 1784. Übersendet ihm den ersten und zweiten Teil seines Buches „Mer die Einsamkeit". „...Wenn ich nicht seit so vielen Jahren so liebe Beweise Ihrer großen Nachsicht für mich hätte, so dürfte ich es nicht wagen, Ihnen ein solches Buch zu schicken. Sie wissen, daß ich von spekulativer Philosophie nichts verstehe. Ich schreibe Über den Menschen nach dem, was mir aus eigenen und anderer Beobachtungen von dem Menschen bekannt ist, und hänge sodann diese Beobachtungen so gut aneinander als ich kann. Ich schreibe also über Moral, wie ichüber Arzneiwiffenschaft schreiben würde.. .."

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