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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1917-01-01 · 20 (1917) · p. Seite 110

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
20 (1917)
Article
Briefe von, an und über Mendelssohn
Date
1917-01-01
Page
Seite 110 (sequence 26)
Language
German
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110 Michaelis, die berühmte Caroline, heiratete einen Verwandten des Böhmer'schen Hauses. — Dagegen dürfte die Familie Meyer aus Berlin stammen, wahrscheinlich tst die Mme. Meyer gemeint, die Mutter der beiden schönen Töchter Marianne und Sara, die als Marianne von Eybenberg und als Sara von Grothus als schön- .geistige Frauen eine bedeutende Rolle spielten. Daß Mendelssohn mit diesen Frauen sehr befreundet war, geht aus einer zuerst im Goethe-Jahrbuch, Band 14 mitgeteilten Äußerung von Sara von Grothus hervor. Bei Salzmann aus Straßburg möchte man an den bekannten Aktuar I. G. Salzmann, 1722—1812, einen Jugendfreund Goethes denken, aber abgesehen davon, daß Salzmann damals, 1776, zum Hauslehrer entschieden zu alt war, besaß er eine feste Stellung in Straßburg, die er schwerlich aufgegeben haben wird. Möglicherweise ist dieser Hauslehrer ein Verwandter dieses Salzmann. Die Familie von Stein ist zu weit verbreitet, als daß man einen bestimmten Träger sicher angeben könnte; man könnte aber sehr Wohl an den später so berühmten FreiherrnH.F. K. vom Stein denken, 1757—1831, der wirklich in den 70er Jahren mit seinem Hofmeister die Universität Göttingen bezog. Es hat etwas ungemein sympathisches, zu denkendaß der große Stein und Mendelssohn sich von Angesicht zu Angesicht geschaut hätten, obgleich Stein seine spätere Größe damals noch keineswegs erkennen ließ, und Mendelssohn selbst, bei seinem ängstlichen Naturell und seinem wenig ausgebildeten Preußensinn, den großen Reformator in dem jungen Menschen unmöglich ahnen konnte. Der in den Briefen von Feder erwähnte „Goldene Spiegel" ist der berühmte Roman von Wieland. 12. M i ch a e l Us. 5. September 1776 (vergl. die Bemerkung zu Nr. 3). Der Brief enthält die Anfrage, wie die Juden den Berg Acra nennen und die fernere, ob gegenwärtig noch gelehrte Juden nach Palästina reisen.

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