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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1917-01-01 · 20 (1917) · p. Seite 109

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
20 (1917)
Article
Briefe von, an und über Mendelssohn
Date
1917-01-01
Page
Seite 109 (sequence 25)
Language
German
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109 Mme. Boehmer mitgebracht, gewiß. eine sehr unangenehme Nachricht. Um nicht diese Sünde nochmals zu. begehen, will ich Ihnen weiter nichts sagen von dem Inhalte unserer letzten Gespräche, der mich noch lange beschäftigt hat, als, daß ich Wolfens Grundsätze in der Lehre vom Ursprung des Eigentums nicht richtig angegeben habe, ob ich mich gleich darinnen nicht geirret, daß er den zureichenden Grund meiner Meinung nach nicht angegeben hat. In dem „Goldenen Spiegel", in dem ich mit ungemeinem Vergnügen einiges wieder gelesen, habe ich doch Perioden gefunden, die Sie gewiß nicht billigen oder ebenso machen würden. Z. E. Th. III, Seite 157 „ihm den Irrtum, sich für den Zustand, worin er lebt geboren zu glauben, benehmen wolle, wäre in diesem Falle Grausamkeit". Ist in dieser Periode nicht harrte Fall Ubellaut? Und S. 158, Zeile 10 „etwas, das sich von dem gemeinen Menschen unterscheide und diese Herren zu einer unfreiwilligen Ehrfurcht zwinge Mitteilen". Doch um alles dieses Willen schreibe ich Ihnen eigentlich nicht, würde ich Ihnen jetzt noch wenigstens nicht geschrieben haben. Der Überbringer, Herr Salzmann aus Straßburg, lic. jur. und Hofmeister des Freiherrn von Stein,, wünschte ein Briefchen von mir an Sie, um desto leichter zur Ehre Ihrer Bekanntschaft zu gelangen, die er gewiß zu schätzen weiß. Ich wünsche nichts so sehr, als daß er Sie recht gesund antreffe und mich bei seiner Rückkehr zu beruhigen imstande sein möge. Ich bitte Sie, der Mme. und Mademoiselle Meier meine Hochachtung zu bezeugen und mich immer in freundschaftlichem Andenken zu behalten. Ihr Verehrer und gehorsamster Diener I. G. H. Feder. Der in vorstehendem Brief erwähnte Böhmer, G. L. B. 1750—97, Professor in Göttingen, war mit der Familie Michaelis sehr befreundet; die Tochter von.

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