Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 20 (1917)
- Article
- Briefe von, an und über Mendelssohn
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3111067-3111106-3117194--5543-3117312- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
89 -entscheiden, zu den ^ietionibus juris rechnen wollen, ist mir völlig unbegreiflich. Leben Sie Wohl und fahren Sie fort, mich Ihrer Achtung und Freundschaft zu würdigen. Berlin, den 8. Januar 1784. Moses Mendelssohn. II. Briefe an Mendelssohn. Bei der Mitteilung der Briefe an Mendelssohn ist Ler leichten Übersicht wegen die chronologische Zusammenstellung gewählt worden, doch wird in dem Falle, daß mehrere Briefe desselben Schreibers abgedruckt sind, bei späteren immer auf die früheren zurückgewiesen. Es werden die Bemerkungen über sämtliche Briefe Lesselben Schreibers bei dem ersten zusammengestellt. Daß die an Mendelssohn gerichteten Briese im wesentlichen seinen späteren Lebensjahren angehören, ist Wohl kein Zufall. Man mag vermuten, daß David Friedlaender, der gegen Ende von Mendelssohns Leben mit diesem in engster Beziehung stand, gerade damals um Aufbewahrung der eingelaufenen Schriftstücke Sorge trug, während bisher diese mit ziemlicher Sorglosigkeit zerstreut worden waren. Für die, sämtlichen hier folgenden Briefe ist zu bemerken, daß sie als völlig unbekannt gelten können. In irgendwelcher Sammlung sind sie nicht gedruckt, in dem Katalog der Lessing'schen Bibliothek sind sie nur teilweise veröffentlicht. 1. I. Gleim. 30. August 1765. Der Dichter der Grenadier-Lieder I. W. L. Gleim, 1719—1803, war durch Lessing mit Mendelssohn in Verbindung gebracht worden. Die beiden Schriftsteller sahen sich 1762 mehrfach in Berlin, ebenso 1785; Mendelssohn machte 1770 einen Besuch in Halberstadt. Uber die Anstrengungen des Halberstädter Dichters, Mendelssohns Bild zu erlangen vergl. unten im dritten Abschnitt. Die hohe Achtung, die der Halberstädter