Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 20 (1917)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 17)
- Language
- German
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- 33 — ö Ich vermerke hier die wenigen wissenschaftlichen Erzeugnisse des letzten Jahres, die mir zu Gesicht gekommen sind. G. B. Gray schrieb: „The Forms of Hebrew Poetry". Das Verhältnis des Josephus. zu den talmudischen Quellen, ein Thema, das schon vielfach bearbeitet wurde, beschäftigt H. Jonas in seiner Studie: „Fs ratione, quae inter Josephum et litteras rabbinicas intercedit". Der Josephusforschung ist auch die Schrift „Fe psende-Iosepbe" (^ntiqnitee XVIII, M 63—84) von A. Goethals gewidmet. Es handelt sich um das bekannte, in Josephus „Altertümern" eingeschobene angebliche Zeugnis über Jesus (in den meisten Ausgaben XVIII, 3,3), das jede unbefangene Prüfung a(s eine Fälschung bezeichnen muß (vergl. meine Abhandlung „Zur ältesten Geschichte des Christentums" im Jahrbuch für jüd. Gesch. u. Literatur, Band 13, S. 89—128). Von Jtzkowskis Mischnajot-Ausgabe mit deutscher Übersetzung und mit Erläuterungen,die vonverschiedenen Gelehrten veranstaltet wird, sind die Lieferungen 67-59 erschienen; von der Mischna-Ausgabe von Beer undHolzmann liegt der „Traktat Orla" vom Seder Zeraim vor. V. Aptowitzers Arbeit „Das Schriftwort in der rabbinischen Literatur" wurde im 5. Heft fortgesetzt. I. N. Epstein veröffentlichte „Der gaonäische Kommentar zur Ordnung Tohoroth" und S. Carlebach das hebräische „Beth Josef Zebi zum Traktat Berachoth". Von der kritischen Ausgabe des „Bereschit Rabba", die I. Theodor mit bewunderungswürdiger Akribie besorgt, liegt die erste Häfte der. 9. Lieferung vor. Zum Schluß mögen noch folgende Schriften Erwähnung finden: L. Venetianer „X8ak Judaeus", der älteste medizinische Schriftsteller in hebräischer Sprache; I. Mieses „Die älteste gedruckte deutsche Übersetzung des jüdischen Gebetbuches aus dem Jahre 1530 und ihr Autor Antonius Margaritha"; M. Fischer, „Heinrich Heine, der deutsche Jude".