Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 20 (1917)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 5)
- Language
- German
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WWMWVWZWDBW88M^ -21immer zu schöpfen bleibt, veröffentlichte W.O.E.Oesterley „Slndies. in Isaiah 40-64". Mit dem kleinen, aber lehrreichen und inhaltvollen biblischen Buch Jona beschäftigt sich die Studie „The book of Jonah" von T. H. Dodson. P. Rießler gab „Kriegs-Psalmen" heraus. Eine eingehende textkritische und exegetische Forschung über die Psalmen enthält das Werk von C. H. Godwin: „The Anglican Proper Psalms". In italienischer Sprache erschien: „lln vornrnento a &iobbe di G-uiliano di Eclana" von A. Vaccari. Unter dem gemeinsamen Titel „Alttestamentliche Lyrik" gibt P. Fleischmann «ine Auswahl aus den Psalmen und dem Hohenlied. In der Einleitung beschäftigt sich der Verfasser in populärer Darstellung auch mit der biblischen Dichtung überhaupt. Das Buch „Esther" wird von H. Gunkel in einer literarisch-psychologischen Untersuchung behandelt, die lediglich der in diesem Buche enthaltenen Erzählung gewidmet ist. Die Ausführungen des Verfassers enthalten viel Beachtenswertes und wirken auf den Leser -anregend. Ich möchte aber, ohne auf den Inhalt hier näher einzugehen, einen offenbaren Irrtum berichtigen. Gunkel behauptet, daß in der Stadt Susa die persische Bevölkerung den. Juden freundlich gewesen sein müsse, fodatz die öffentliche Meinung den Gesinnungswechsel des Königs mit veranlaßt habe. Er stützt sich darauf, daß es nach dem Bekanntwerden des den Juden zugedachten Unheils heißt (Esther 3,15): „die Stadt Susa war bestürzt", später aber, als das Vernichtungsdekret zurückgenommen war, heißt es (8,15): „Die Stadt Susa jubelte und frohlockte". Es wird auch Gunkel zweifellos bekannt sein, das in der Zeit, in der dieses Buch geschrieben wurde, unter der „Stadt" nicht die heidnische, sondern die jüdische Bevölkerung gemeint war. Nicht also die persische Bürgerschaft, sondern die Judenschaft von Susa wür nach der Erzählung zuerst bestürzt und bann, als das drohende Unheil abgewendet war, erfreut. * * Auch die Religionswissenschaft ist-im letzten