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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1916-01-01 · 19 (1916) · p. Seite 215

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
19 (1916)
Article
Herz Homberg in Galizien
Date
1916-01-01
Page
Seite 215 (sequence 27)
Language
German
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aufgelöst, und Joseph Perl war der erste galizische Jude, der aus seinen eigenen Mitteln im Jahre 1813 in Tarnopol eine deutsch-jüdische Schule gründete. -r- 4- * Mit der Auflösung der Schulen und dem Wegbleiben Hombergs verschwanden nicht gänzlich die Folgen seiner Arbeit, da er zwei Dinge zurückließ: |bie Lichtsteuer, an deren Einführung er mitgeholfen hat, und sein Geistesprodukt, das Religionsbuch ״Bnei Zion". Schon im Jahre 1792 erhielt er einen Urlaub und 2 fl. tägliche Zuwendung, damit er in Wien ohne Sorgen an einem Religions-Handbuch arbeiten könnte. Homberg machte sich sofort an die Hrbeit, konnte sie aber infolge der vielen Amtspflichten und Geschäfte, die er in Wien hatte, nicht abschließen. Erst im Jahre 1807 erschien sein erstes Handbuch: ״ ,אמרי שפרein religiöses und moralisches Lehrbuch. Hebräisch und deutsch, der israelitischen Jugend gewidmet/") In der Einleitung erklärt der, Verfasser die Not- Wendigkeit seines Buches. ״Die Bücher der Heiligen Schrift und des Talmuds enthalten allerdings alle Pflichten des Israeliten gegen Gott, gegen sich selbst, gegen alle Nebenmenschen, gegen Obrigkeit, Vaterland usw., sind aber sehr weitläufig und der Jugend unzugänglich." Wie aus einer Ankündigung im ״Jeschurun" zu ersehen ist, kostete das Buch 3 fl., aus besserem Papier 372 fl., es war somit als Schulbuch sehr teuer. Trotzdem fand es in allen Schulen Eingang, wurde sogar ins Polnische übersetzt und in Warschau verwendet. Homberg schrieb noch ein zweites Schulbuch: ״Ben Jakir" — ins Polnische übersetzt von Tugendhold, — aber am bekanntesten wurde sein ״Bnei Zion, ein religiösmoralisches Lehrhuch für die Jugend israelitischer Nation, l) Ich hatte die II. Auflage aus dem׳ Jahre 1816 bei Anton Schmid-Wien zur Hand. Die erste Auflage erschien bei Georg Horoschanski in Wien und war auf Lager dortselbst, bei Jeiteles, Cand. der Rechte, in Prag und bei Schuldirektor Frankel in Dessau. Siehe: Jeschurun (Frankel & Wolf) Dessau 1807, S. 410 ff.

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