Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 19 (1916)
- Article
- Briefe Alexander von Humboldts an Dr. Robert Remak 1839 bis 1855
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 10)
- Language
- German
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121 31. Dezember 1840 und am 24. Januar 1841 abgewiesen worden, (Kalisch S. 22ff.) Der Brief Humboldts lautet: 4. Humboldt an Remak: Es ist blos der Drang meiner Geschäfte, die sich nach langer Abwesenheit angehäuft, die mich gehindert haben, Ew. Wohlgeboren zu empfangen. Ich bin aber so geneigt als ehemals Ihnen nützlich zu werden. Aber ich rate immer von Schritten ab, deren Erfolg mir sehr unwahrscheinlich ist. Als von einem Gesetze über die Verhältnisse der Bekenner der mosaischen Religion die Rede war, in dem viele wichtige Bestimmungen mir sehr lästig schienen, wurde allerdings von Seiner Majestät geäußert, den Eintritt in die Fakultäten zu erleichtern. Jetzt wird man des Talentes wegen zwar keine Ausnahme machen, sondern fortfahren, allgemeinen Bestimmungen zu folgen. Meine persönliche Empfehlung, an der es Ihnen nicht mangelte, die aber sehr ohnmächtig ist, da ich den Vorträgen nicht beiwohne, kann nur wirksam sein, wenn Präzedenzfälle in den preußischen Universitäten gewesen sind und wenn die Fakultät nicht selbst intolerante Gründe entgegensetzt. Ich kann nicht beurteilen, auf welche Gründe sich der Herr Geheimrat von Ladenberg stützt. Sollte mein innigst verehrter Freund, der Herr Geheimrat Müller, den Erfolg für wahrscheinlich halten, so bitte ich Sie, demselben diese Zeilen zu zeigen und mir durch ihn Ihre Petition versiegelt nebst Abschrift zukommen zu lassen. Sie können in der Petition von dem Interesse sprechen, das Ihre Arbeiten bei mir erregt haben. Aber wie wenig wird die Habilitation als Privatdozent Ihnen nützlich werden. A. von Humboldt. (Ueber dem Brief von fremder Hand: März 1843). Die beiden folgenden Briefe beziehen sich auf ein und dasselbe Werk. Wahrscheinlich ist.wohl, daß Humboldt (Nr. 6) glaubte, der vorige Brief (Nr. 5) sei nicht in die Hände des Adressaten gelangt. Das Werk, mit dem wir es zu tun haben, führt den Titel: „Diagnostische und *******