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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1916-01-01 · 19 (1916) · p. Seite 122

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
19 (1916)
Article
Briefe Alexander von Humboldts an Dr. Robert Remak 1839 bis 1855
Date
1916-01-01
Page
Seite 122 (sequence 11)
Language
German
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122 pathogenetische Untersuchungen in der Klinik des Geh. Raths |Dr. Schönlein, auf dessen Veranlassung angestellt und niit Benutzung anderweiter Beobachtungen veröffentlicht" (mit einem Kupferstich, Berlin 1846, Hirschwald). Daraus erklärt sich die Nennung Schönleins in dem folgenden Brief. Johann Lukas Schönlein (1793 bis 1864) wirkte seit 1840 als Professor und Leiter der medizinischen Klinik in Berlin, zugleich war er als Leibarzt des Königs tätig. Dort entfaltete er bis 1859 eine ganz außerordentliche Tätigkeit als Lehrer. Diesem Manne trat Remak ganz besonders nahe, sodaß er es war, der den von Schönlein entdeckten Fadenpilz beim Kopfgrind, wodurch Schönlein der Begründer der Lehre von den Pilzhautkrankheiten wurde, als Achorion Schönleinii bezeichnete. — Besuche des russischen Hofes — auf einen solchen ist in Nr. 6 angespielt — waren damals keine Seltenheit, da die preußische Prinzessin Charlotte seit 1829 mit dem russischen Thronfolger vermählt war und, da sie an Berlin und ihren dortigen Verwandten und Jugendgefährten mit großer Wärme hing (vgl. die mannigfachen Notizen in Hedwig von Olfens, Berlin 1914, Bd. II) häufig' zu ihren Verwandten nach Berlin kam. 5. Humboldt an Remak: Ich freue mich innig, daß Ihre interessanten, längst erwarteten Pathogenetischen erschienen sind, und sage Ihnen meinen innigsten Dank in einer Zeit, wo von einem kurzen Aufenthalt am Rhein kaum zurückgekehrt, ich durch die Ankunft des russischen Hofes von neuem gestört werde, mich mit so wichtigen und neuen Gegenständen ernsthaft zu beschäftigen. Ihre Arbeit hat für mich noch den besonderen Reiz der rätselhaften Bildung selbständiger Organismen durch pathologische Ursachen. Empfangen Sie, teuerster Herr Doktor, den erneuten Ausdruck der Ihnen längst gewidmeten Achtung und Anhänglichkeit. A. von Humboldt. Meine innige Verehrung Herrn Geheimrat Schönlein, dessen großer Name gewiß viel dazu beitragen wird, die

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