Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 19 (1916)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 30)
- Language
- German
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— 47 §,Berachot" hat H. L. Strack nach Handschriften und -alten Drucken veröffentlicht, mit Uebersetzung und Erläuterung unter Berücksichtigung des Neuen Testaments. Die „Pirke Aboth"-Ausgabe desselben Gelehrten ist jetzt ln vierter neubearbeiteter Auflage erschienen. Der zweite Mischnatraktat „Pea" wurde von W. Bauer neu übersetzt und mit Erklärungen herausgegeben. Eine leider unvollendet gebliebene Arbeit des verdienstvollen Gelehrten M. Friedmann ist, so weit sie sich bei dessen Ableben vorgefunden hat, im Aufträge der „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" durch N. Porg es dem Druck übergeben worden: „Sifra", der älteste Midrasch zu Levitikus, nach Handschriften neu herausgegeben und mit Anmerkungen versehen (die Einleitung ist vom Herausgeber, der sich in dankenswerter Weise des hinterlassenen Fragments angenommen hat). — Der „Tosephtatraktat Rosch Haschana" wurde von P. Fiebig neu ediert. . Von dem am 25. Dezember 1913 verstorbenen Forscher W. Bacher, dem die Wissenschaft des Judentums eine stattliche Zahl von gediegenen Werken verdankt, ist eine wertvolle wissenschaftliche Arbeit „Tradition und Tradenten in den Schulen Palästinas und Babyloniens" erschienen. Es ist dies ein Nachschlagebuch, das jeder Fachgelehrte dankbar benutzen wird, zumal die Gründlichkeit und die wissenschaftliche Gewissenhaftigkeit des verstorbenen Gelehrten eine weitgehende Bürgschaft für die Zuverlässigkeit dieses unentbehrlichen Hilfswerks gewähren. Aus älterer Zeit stand zu diesem Zweck das „Lecker da-ckorot" des Jechiel Heilprin zur Verfügung, das in der neuen kritischen Ausgabe dem Forscher gute Dienste leistete. Aber so vorzüglich auch dieses Buch ist, das von der erstaunlichen Gelehrsamkeit des Verfassers zeugt, immerhin war es nicht allen zugänglich, da es in hebräischer Sprache abgefaßt ist. Außerdem läßt hier uuch die Anordnung viel zu wünschen übrig, insbesondere bei häufig vorkommenden Namen, wie Juda, Simon usw. Das vorliegende Werk ergänzt das „Locksr da-ckorot" und enthält alle seine Vorzüge, überbietet es aber in der