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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1916-01-01 · 19 (1916) · p. Seite 20

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
19 (1916)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1916-01-01
Page
Seite 20 (sequence 3)
Language
German
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20 Fächer in deutscher Sprache ziemlich wenig erschienen. Dies findet seine ausreichende Erklärung in den Ereig-- nissen der Zeit. Hingegen ist die Ausbeute ziemlich reichhaltig in englischer Sprache, wenn sie auch an Mcder vorigen Jahre bei weitem nicht heranreicht. Es kann dabei auch der Zufall mitgewirkt haben, denn größere Schriften, deren Drucklegung vor dem Ausbruch des Krieges bereits in Angriff genommen war, wurden, mitten im Kriege sertiggestellt und der Oeffentlichkeit übergeben. Bei Büchern in englischer Sprache ist von den amerikanischen abzusehen, da. man jenseits des Ozeans nur mittelbar vom Kriege betroffen wurde, und deshalb die wissenschaftlichen Arbeiten ruhig sortführen konnte. Aber auch in England selbst, das immerhin vom Krieg nicht so heimgesucht wurde wie die Länder des Kontinents, sind manche beachtenswerte Erscheinungew zu vermerken. Ganz ausgehört hat die Bibelforschung, wie überhaupt jede literarische Arbeit in hebräischer Sprache, weil niemand unter den stürmischen Ereignissen des Weltkrieges so schwer gelitten hat wie die osteuropäischen Juden, die sich dieser Sprache für den literarischen Gedankenaustausch mit Vorliebe bedienen. Die aktive und Passive Teilnahme der osteuropäischen Juden an diesem Völkerringen, oder sagen wir es deutlicher, die schwere Not und die unsäglichen Leiden, die die russische Kriegführung über die Juden in Galizien, in der Bukowina, in Nordungarn, in Polen und in Litauen gebracht hat, werden dereinst ein blut- und tränenreiches Kapitel der jüdischen Geschichte bilden. Größere einleitende Schriften über die Bibel liegen hauptsächlich in englischer Sprache vor. Die Entstehungsgeschichte des biblischen Schrifttums behandeln W. F. Soft» house, „The Making of the Old Testament“; Th. Wehle, „Origin and Meaning of the Old Testament“ und A. S. Peake, „The Bible, its Origin, its Signification and its Abiding 'Worth.“ Mit demselben Thema beschäftigte sich auch I. F. Word und E. Grant in dem von ihnen gemeinsam geschriebenen Werke „Th« Bible as Literature“. Neue Bahnen, zum Verständnis den

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