Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 18 (1915)
- Article
- Die Eisenbergers
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 252 (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
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252 Liefern kleinen Ferienausflug zurückkam gabs für ihn nur zwei Dinge: Koscheressen und Bergbaufach." Er reichte Ewald fröhlich die Hand. „Und darum haben sie ihn auch gestern zum Berggrat ernannt ..." „A. la bonheur! Ich gratuliere, Herr Baron!" „Danke bestens, Verehrtester Generalissimus! Es regnete übrigens Auszeichnungen. Manscheint „Flürchen" doch zu lieben und ihre Förderer richtig einzuschätzen. Ritter hat den roten Adler bekommen, Eriksen hat den -Kronenorden zweiter erhalten, von Redwitz, Nissen, Reicke sind auch dekoriert . . . ." Es traten jetzt noch andere Herren zu den beiden. Männer von höchster gesellschaftlicher Stellung, Adel und Militärs, prominente Persönlichkeiten der Pauls kinaoos, maßgebend für die Gebiete von Handel und Industrie, Gelehrte von wissenschaftlicher Bedeutung, -Künstler, Schriftsteller und was sonst im vornehmen, großen Leben Berlins sich bei solchen Festen trifft, sah man hier vereint. Lebhaft ging das Gespräch hin und her, und die Ereignisse der Flora - Hütte in den 25 Jahren ihres Bestehens bildeten den Gegenstand interessierter und interessanter Unterhaltung. Die vom Ausland herbeigekommenen Gäste, die Verwandten von Frau Geheimrat Eisenberger, wurden viel bemerkt und bildeten einen besonderen Einschlag der Gesellschaft. „Lehmanns Mischpoche kann sich sehen lassen," flüsterte der alte Rettlinghausen, der von seiner Berührung mit Börsenkreisen manche jüdischen Ausdrücke angenommen hatte, dem Major von Fab er zu. „Stattliche Leute. Die Belgier sind Hofbankiers, den anderen geht's unberufen auch ganz gut, so' ne Londoner Lehmanns und Elkisch, -ich glaube die Tochter heiratet nächstens 'nen Lord von Butterfly und nun gar der von Rothschild ..." Es lag in seinem gutmütigen Spott so viel Befriedigung und Freude über seines Freundes Eisenberger soziale Position und Beziehungen, das niemand darin etwas Verletzendes hätte finden können, er fügte auch sogleich hinzu: