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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1915-01-01 · 18 (1915) · p. Seite 168

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
18 (1915)
Article
Heinrich Laube und die Juden
Date
1915-01-01
Page
Seite 168 (sequence 18)
Language
German
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168 - Teilnehmer durchaus keine Juden, sondern sie alle, Gutzkow, Laube, Mundt, Wienbarg, waren Christen und, wie man heute sagen würde, Arier; es ist daher nur sehr bedingt richtig, wenn Laube einmal sagt (8, 210): „Der Spott unserer Gegner, daß diese junge schriftstellerische Sippe vom Judentume stammte, war garnicht unberechtigt". Auch unbedingte Judenfreunde waren sie nicht. Für Laube genügt das früher Angeführte; Mundt und Wienbarg nahmen in dieser Angelegenheit keine ausgesprochene Stellung ein; was Gutzkow betrifft, so hat er, wenn er sich auch vielfach über Juden nicht ungünstig aussprach und manche edle Juden in seinen Werken schilderte, doch wie neuerdings Viktor in seiner Schrift: „Die Emanzipation der Juden in Schleswig-Holstein, Wandsbeck 1913" gezeigt hat, auch seine antisemitische Epoche gehabt und ist sehr rücksichtslos gegen die Emanzipationsbestrebungen der Holsteinschen Juden aufgetreten. Obgleich nun Laube weder ein besonderer Judenfreund war, und obgleich die kurzerwähnten Romane keine Verklärungen jüdischen Wesens sind, lohnt es sich von beiden zu sprechen, umsomehr als sie in unseren Kreisen, aber auch in der Literatur überhaupt ziemlich unbekannt sind; nur V. Klemperer hat in seiner trefflichen Arbeit: „Die Zeitromane Friedrich Spielhagens und ihre Wurzeln", Weimar 1913, S. 24 ff., die Aufmerksamkeit auf das erste, vergessene Buch gelenkt. Der Roman „Die Krieger" bildet den zweiten Band der Trilogie „Das junge Europa". Der erste Band „Die Poeten" erschien 1833, der zweite, der uns hier beschäftigt, wurde 1834/36 gearbeitet und bald darauf veröffentlicht. Sie hängen innerlich zusammen und doch ist es für unfern Zweck nicht nötig, ausführlich auf den Inhalt des ersten Bandes einzugehn. Nur soviel sei gesagt, daß manche Personen des ersten im zweiten wiederkehren: einer der Haupthelden, Valerius, seine Freundin und Geliebte, die Prinzessin Constantia, und nranche

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