Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 18 (1915)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3111067-3111102-3116603--4929-3116680- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
? Wi - 47 - Befaßt, sondern auch manches, das nur in loserer Verbindung mit ihr steht, für sie aber doch von großer Bedeutung ist. Dem älteren, dem biblischen Schrifttum sind folgende Schriften gewidmet: „Hers betzinneth: a study in the Hebrew scriptures“ von H. F- B. ComPston; „Literature of the Old Testament“ von C. F. Moore und „Les emprunts de la Bible hebraique au Grec et au Latin“ von M. Vernes. Von dem vortrefflichen Werk „Die Sagen der Juden" von M. I. bin Gorion liegt nunmehr ein zweiter Band vor, von dem ebensoviel Gutes gesagt werden kann wie vom ersten (vergl. die Literarische Revue im 17. Bd., S- 51—52). In der Zieglerschen Sammlung „Volksschriften über die jüdische Religion" sind erschienen die Monographien: „Die Mischna" von S. Krauß und „Der Talmud" von S. Bernfeld. In hebräischer Sprache liegt ein sehr lesenswertes Essay über die Mischna vor -(„Ha - mischna") von E. M. L ip s chitz. Der Verfasser behandelt dieses Thema in kurzen, aber klaren Umrissen, die bewährten Ergebnisse aller Forschungen aus diesem Gebiete zusammenfassend. Von der neuen Mischnaausgabe mit deutscher Uebersetzung und Kommentar ist die 53. Lieferung erschienen, und von der Mischnaausgabe von G. Beer und O. Holtzmann, deren wissenschaftlicher Wert nicht allzuhoch anzuschlagen ist, liegen die Traktate Joma, Middot, Kilajim, Roschhaschana und Horajot vor. A. Rosenthal hat Forschungen über den „Mischnatraktat Orla", über seinen Zusammenhang und seine Quellen veröffentlicht. Der bekannte Talmudforscher L. Goldschmidt hat eine neue talmudische Publikation unternommen, die in Fachkreisen große Beachtung finden wird: „Talmud babli, der Traktat Nezeqin“, d. h. die zivilrechtswissenschaftliche Sektion ans dem babylonischen Talmud. Es ist dies eine photozinkographische Facsimilereproduktion einer Talmudhandschrift aus dem Jahre 1184 zu Gerona in Spanien. Für die kritische Behandlung des Talmudiextes ist diese Arbeit von hohem Wert. Bon M. G u tt-