Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 18 (1915)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 21)
- Language
- German
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35 lonian traditions“ von M. IastroW. Von der populär-wissenschaftlichen Schrift „Griechische Philosophie und Altes Testament" von P. Heinisch liegt das zweite Heft vor (Septuaginta und Buch der Weisheit). Der Verfasser setzt sich da auch mit den verschiedenen Meinungen auseinander, die im biblischen und apokryphischen Schrifttum, oft geradezu bei den Haaren herbeigezogen, Einflüsse oder gar deutliche Entlehnungen der griechischen Philosophie Nachweisen wollen. Er spricht demgegenüber einer objektiven Methode das Wort. Die beiden Hefte sind auch wegen des in ihnen verarbeiteten reichen Materials sehr lesenswert. — Eine größere umfassende Untersuchung über symbolische und verwandte Elemente im jüdischen Ritus und im Judentum überhaupt veröffentlicht A. I i r k u in seinem Buche „Materialien zur Volksreligion Israels". Die Arbeit ist durch ihre Reichhaltigkeit sehr wertvoll. Einen interessanten Beitrag zu diesem Kapitel gibt auch S. D a i ch e s in seiner Abhandlung „Babylonian Oil Magic in the Talmud and in the later Jewish Literature“. Der Inhalt dieser reichhaltigen Schriften ist auch für die jüdische Folkelore wichtig. Von der grundlegenden Arbeit L. Bl a u ' s , „Das altjüdische Zauberwesen", die in der wissenschaftlichen Welt die verdiente Beachtung gefunden hat, ist ein anastatischer Neudruck erschienen. E. Bischofs hat seine Veröffentlichungen über die Kabbala fortgesetzt; seine im vorigen Jahre begonnene Arbeit „Die Elemente der Kabbalah" liegt im zweiten Teil vor, der der praktischen Kabbala, dem Sohar und dem wahnwitzigen Blutritual gewidmet ist. Eine gediegene wissenschaftliche Arbeit, auf die viel Wissen und ein erstaunlicher Fleiß verwendet wurden, liegt in dem Buche vor: „Die Kämpfe Gottes von Levi ben Gerson" (Uebersetzung und Erklärung des handschriftlich revidierten Textes von B, K e l l e r m a n n. Levi b. Gerson (Gersonides), auch Leo de Bagnols genannt, gehört zu den kühnsten, freimütigsten und tiefsten Denkern des Mittelalters. In seiner Vielseitigkeit verdient er unserem großen Maimonides an die Seite 3*