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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1915-01-01 · 18 (1915) · p. Seite 33

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
18 (1915)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1915-01-01
Page
Seite 33 (sequence 19)
Language
German
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33 und gerechten Würdigung des Judentums, vornehmlich des ethischen Gehalts des biblischen Schrifttums gewidmet sind. In erster Reihe sind zwei akademische Reden des bekannten Forschers W. W. B a u d i s s i n zu erwähnen: „Zur Geschichte der alttestamentlichen Religion in ihrer universalen Bedeutung" (I. Die alttestamentliche Wissenschaft und die Religionsgeschichte; II. Nationalismus und Universalismus). In der schlichten Art der Darstellung, die diesen Gelehrten in allen seinen wissenschaftlichen Arbeiten auszeichnet, in der Vermeidung aller Effekthascherei, trägt der Verfasser in diesen Reden Wahrheiten vor, die jeder gebildete Mensch anzuhören und zu beherzigen sich bemühen soll. Mit gleicher Wärme möchte ich eine andere volkstümlich gehaltene und doch wissenschaftlich gediegene Schrift zur Lektüre empfehlen: I. Nikel, „Das Alte Testament und die Nächstenliebe". Das Buch erschöpft den behandelten Stoff; aber es ist keine Arbeit der bloßen Gelehrsamkeit, sondern auch der Begeisterung für das heilige Schrifttum und die Propheten Israels, die zuerst die Nächstenliebe verkündet und diese Ethik auf eine so hohe Stufe gebracht haben. Eine größere und umfassendere Arbeit über dieses Theiua gab G. Hölscher in seinem Buch „Die Propheten" als Untersuchungen zgr Religionsgeschichte Israels. Als zeitgemäß für unsere Tage darf die Schrift „Die Entwicklung des Gerichtsgtdankens bei den alttestamentlichen Propheten" von W. C o ß m a n n bezeichnet werden. Sehr lesenswert ist ein Büchlein von I. Scheftelowitz: „Der Optimismus des Judentums" (in der Sammlung von I. Ziegler erschienen), das das Zukunftsideal der jüdischen Lehre, den Sieg des Guten und der Gerechtigkeit über das Böse und das Unrecht, anziehend darstellt. Die Beziehungen zwischen Judentum und Christentum beleuchtet M. Dienemann in seiner Monographie „Judentum und Christentum" (ebenfalls in der Zieglerschen Sammlung erschienen), die das Thema mit großer Klarheit behandelt. „Jesus und die Rabbinen" betitelt sich '3

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