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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1914-01-01 · 17 (1914) · p. Seite 149

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
17 (1914)
Article
Hofrat Professor Dr. David Heinrich v. Müller
Date
1914-01-01
Page
Seite 149 (sequence 5)
Language
German
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149 Ueb erblicken wir zunächst kurz sein literarisches Schaffen aus dieser ersten Periode. Schon im Jahre 1871 führte er sich durch eine noch heute wertvolle, ausführliche Rezension der Buber'schen P'stkta-Ausgabe (im Haschachar B. 2, S. 385 ff.) auf das vorteilhafteste in die wissenschaftliche Welt ein- Die Besprechung dieser Arbeit bot ihm die Handhabe, seine eigenen Ansichten über den Gegenstand zu entwickeln, wobei sein reiches Wissen, Beherrfchung des Stoffes, wissenschaftliche Behandlung und ein nicht unbedeutendes Stiltalent klar zutage trat. Es folgten dann noch einige hebräische Aussätze. Allein seine Hauptarbeiten bewegten sich vorzüglich auf dem Gebiete der arabischen Philologie, erstreckten sich dann auf die nahezu gesamte semitische Epigraphik und sind auch viel der Sprachvergleichung gewidmet. Die von ihm besorgte Ausgabe der geographischen und archäologischen Werke HamdLnis hatte in erster Linie die Erforschung des alten Saba und der übrigen südarabischen Reiche zum Ziele. Schrift, Sprache und Geschichte der alten südarabischen Völker fanden in ihm einen gründlichen Forscher, der ihre Abzweigungen und Seitenwege mit Ausdauer und Scharfsinn verfolgte und so die großen historischen Zllsanunenhänge aufdeckte. Im Jahre 1877 unternahm er eine Forschungsreise näch Konstantinopel, woher er mit bedeutender Handschriftlicher Ausbeute heimkehrte. Die im dortigen Museum gesammelten südarabischen Inschriften gab er dann im Verein mit I. H. Mordtmann unter den! Titel: ״Bericht über die Ergebnisse einer Reise nach Konstantinopel" (1878) heraus. Ein Jahr darauf folgte die nähere zeitliche Bestimmung dieser Inschriften in seinen ״Burgen und Schlösser Südarabiens" (2 Bde. 1879—81). Die weiteren Ergebnisse seiner sprach- und schriftgeschichtlichen Studien legte er in den Werken: ״Sabäische Denkmäler" (1883), ״Palmyrenische Grabinschriften" (1885) und ״Epigraphische Denkmäler aus Arabien" (1889) nieder. Schon die Arbeiten aus dieser ersten Periode, aus denen profundes Wissen und gründliche, scharfsinnige Forschung sprechen, sicherten ihm ein hohes, unbestrittenes

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