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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1914-01-01 · 17 (1914) · p. Seite 3

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
17 (1914)
Article
Rückblick auf das Jahr 5673
Date
1914-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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3 von allen Seiten beträchtliche Geldmittel zuflossen. Zu ihrer angemessenen und planmäßigen Verteilung brachten die Herren Dr. Paul Nathan, Dr. Bernhard Kahn und Cyrus Adler das schwere persönliche Opfer einer längeren Durchreisung des Kriegsschauplatzes. Ehre solchem edlen Tun der bereits in vorgeschrittenem Alter befindlichen Männer, denen auch an dieser Stelle der Zoll der Dankbarkeit gewidmet werden soll. Das Benehmen unserer Glaubensgenossen in den am Kriege teilnehmenden Staaten war durchaus würdig und angemessen. Sie alle haben bei dieser Prüfung ebenso viel hingebende Vaterlandsliebe wie rühmliche Tapferkeit gezeigt. Aus der Türkei eilten zahlreiche jüdische Freiwillige unter die Fahnen des Staates, der sich ihnen stets freundlich und gütig erzeigt hatte. Unter den türkischen Offizieren und Militärärzten befanden sich viele Israeliten. Auch für das Werk der Verwundeten- und Krankenpflege war unsere türkische Glanbensgenossenschaft sehr tätig. Geradezu mustergiltig war die Ansprache, die nach dem Friedensschlüsse der Oberrabbiner von Saloniki an seinen neuen Landesherrn, den König von Griechenland hielt, und in der er sagte: Niemals würden die dortigen Juden die Liebe und den Dank vergessen, die sie der Türkei schuldeten, und wenn sie es vermöchten, würden sie noch Gut und Blut opfern, um bei dem bisherigen Vaterlande zu verbleiben; aber die gleiche Treue würden sie nunmehr dem neuen Vaterlande erweisen. König Konstantin war einsichtig und edelmütig genug, um diese Empfindungen durchaus zu verstehen und ihnen seine Anerkennung zu bezeugen. Vondenungesähr6000JudenSerbiens, jedesAlters und Geschlechts, traten nicht weniger als 800, das heißt volle 13 Prozent oder von den Männern im waffenfähigen Alter mehr als die Hälfte in das Heer ein, darunter 14 Reserveoffiziere und ein aktiver Hauptmann, sowie 21 Aerzte. Von amtlicher Seite wurde den israelitischen Kämpfern ausdrücklich das Lob glänzender Tapferkeit erteilt. Ein gewöhnlicher jüdischer Soldat erkämpfte sich auf dem Schlachtfelde den Offiziersrang, ein jüdischer 1»

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