Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Das Dreigestirn
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 216 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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216 schätzung zu erfreuen, die Ihnen von allen Seiten in so hohem Maaße entgegengebracht wird. Der Vorstand und die Repräsentantenversammlung der jüdischen Gemeinde. Herrn Musikdirector L. Lewandowski, hier." Am Abend wurde das Festmahl in der „Gesellschaft der Freunde" mit einem Prolog eingeleitet. Dann folgten Kompositionen vom Jubilar und zwar 1. Streichquartett, vorgetragen von den Professoren Joachim, Kruse, Wirt und Hausmann; 2. Psalm 84 „Wie lieblich sind deine Wohnungen", aufgeführt vom Philharmonischen Chor unter Leitung des Professors Siegfried Ochs; 3- Trio für Pianoforte, Violine und Violoncello, vorgetragen von den Professoren Gernsheim, Joachim und Hausmann; 4.. Psalm 134 für Chor und Orgel. Die Festrede hielt, wie bereits erwähnt. Or. Karpeles und führte unter anderem folgendes aus: . . . Sie haben den Gottesdienst der deutschen Synagoge neu geschaffen, Sie haben ihm Weihe und Andacht gegeben, Sie haben die alten Gesänge im Geiste unserer Zeit erneuert, Sie haben den historischen Melodien neuen Schwung, dem Worte Kraft, dem Liede Adel verliehen. Zwei Generationen lauschen bereits Ihrem Gesang in allen Teilen der gebildeten Welt, Ihrem Liede, das tief in die «Zeele dringt und dem Auge Tränen der Freude oder der Schmerzen entlockt. . . So haben Sie an Ihrem Teile an der Erhebung Israels mitgewirkt, und was Sie gebildet und umgebildet, das bleibt fort und fort, das klingt durch alle Lande. Higaros, der Levite, ist in Ihnen neu erstanden. Aber Ihr Lied wird nicht untergehen, denn schon hat eine stattliche Schülerzahl es in alle Lande, über den Ozean hinaus, in die fernsten Gemeinden des bewohnten Erdenrunds verpftanzt. Ein Erbteil wird es bleiben der Gemeinde Jakobs, der Gemeinschaft, die von jeher die Musik geliebt und gepflegt hat." Im Laufe des Abends feierte Prediger Or. M. Levin im Aufträge der Nürnberger Gemeinde den Jubilar in