Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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— 148 Nur eines endigt meine Qual, Erhebt mich aus dem Leid — (Barkochba tritt leise ein.) Und das bist du, Jerusalem, Du meine höchste Freud! Barkochba. O Naamah! Naamah (erschrocken). Mein Herr! Barkochba. Seh' ich Dich wieder. Wie zu der Zeit, da allen unbekannt, Ich still an Deiner Seite saß, den Weisen Lauschend, die schmerzlich Deiner Harf'^entglitten. Naamah. Jetzt darf ich froh zum Spiele greifen, Herr! Denn frei ist unser Land, Judäa frei! Barkochba. Ja frei! und nicht zum kleinsten Teil durch Dich. (Legt Mantel und Barett ab und setzt sich zu ihr auf die Bank.) Naamah. Durch mich? Barkochba. Wer war' es, nächst Akiba, sonst, O Naamah! der meine Seele wachhielt? Naamah. Als ich zum ersten Male Dich erblickte. Da rief ich wie Akiba: der Messias! Barkochba. Und ich, als ich Dich sah, das Herz erglühte, Es wollte gleich in Worten überströmen. Rasch hielt ich inne. Wie? als Romas Knecht Willst um ein Weib Du werben? Niemals, niemals!