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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1913-01-01 · 16 (1913) · p. Seite 97

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
16 (1913)
Article
Die Papyri von Elefantine
Date
1913-01-01
Page
Seite 97 (sequence 34)
Language
German
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97 und Wenn Chananja sich an diese Vorschrift hielt, was nicht grade unwahrscheinlich ist, so war es nur natürlich, daß er das Opfer in seinem Briefe nicht erwähnte. Aber es ist auch nicht ausgeschlossen, daß die Juden von Elefantine, die doch nun einmal mit Recht oder Unrecht ihren Tempel hatten und ohnehin opferten, auch das Osterlamm darbringen sollten, und daß das Schreiben des Chananja an einer uns nicht erhaltenen Stelle von diesem Opfer sprach, etwa mit folgenden Worten, die in eine Lücke wohl Hineinpassen würden: Und nun zählet also vierzehn Tage vom Neumond des Nisan, und am Abend dieses Tages bereitet das Pesach). — Wie es aber auch um all diese Fragen stehen mag, eins geht mit Sicherheit aus dem Briefe des Chananja hervor: die Juden Jebs waren nicht vollständig isoliert. Ihre Brüder außerhalb Aegyptens standen mit ihnen in Verbindung und sorgten dafür, daß die jüdischen Gebräuche, die ihnen etwa unbekannt waren, eingesührt oder wieder in Erinnerung gebracht wurden Damit aber war der Bestand der jüdischen Kolonie gewährleistet. Wir wissen nicht, ob und wie die Juden auf Elefantine die anderen Feste und die Sabbate hielten, aber nach dem Briefe des Chananja zu urteilen, wat es doch nur eine Frage der Zeit, wann die Juden Jebs auch diese Tage genau nach Vorschrift des Gesetzes hielten und die ganze Judenheit in ihren religiösen Sitten eine Einheit wurde. Der Pesachbrief des Chananja blieb nicht ein Stück Papier. Das Fest wurde seit jener Zeit wirklich in Elefantine gefeiert. Das lehren uns zwei Ostraka, die wahrscheinlich aus Elefantine stammen. Auf dem einen sind noch die Worte zu entziffern: „Wenn du es tun kannst am Pesach oder vor ..." Auf dem anderen stehen die Worte: „Sende mir eine Magd: die das Pesach bereiten soll." Daß Chananja, der von auswärts kam, die Bibel oder zum mindesten den Pentateuch kannte, ist sicher — er hat seine Bestimmungen über das Pesachfest dem Pentateuch entnommen; und wir möchten nun gar zu gern wissen, wie es bei den Juden von Jeb um die 7

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