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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1913-01-01 · 16 (1913) · p. Seite 81

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
16 (1913)
Article
Die Papyri von Elefantine
Date
1913-01-01
Page
Seite 81 (sequence 18)
Language
German
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81 hatten, wenn nicht seine Stellung, so doch seinen Einfluß bei den persischen Behörden geerbt, und sie ließen sich nicht vergeblich um Fürsprache bitten. Aber die Juden von Elefantine trafen noch eine andere Maßnahme, die noch weit zweckdienlicher war. Mit den Worten, daß der Persische Statthalter sich bei Gott ein größeres Verdienst erwerben werde als ein Mann, der tausend Talente Silbers für Opfer ausgibt und daß sie den Boten wegen des Goldes mündlich instruiert haben, deuten sie zart den Händedruck an, dem Bagohi zugänglicher gewesen sein mag als allen Gründen der Gerechtigkeit und allen Bitten und Vorstellungen. Die klingenden Gründe gaben den Ausschlag. Allerdings konnte Bagohi als Statthalter einer benachbarten Provinz den Wiederaufbau des Tempels nicht geradezu verfügen, aber doch kam der Bote der Juden nicht mit leeren Händen von Palästina zurück. Die Antwort lautete folgendermaßen: „Bericht dessen, was Bagohi und Delaja nur gesagt haben, nämlich: Du hast in Aegypten zu sprechen vor Arscham wegen des Altarhauses des Gottes des Himmels, der iu der Festung Jeb gebaut war ehemals noch vor Kambyses und den jener verfluchte Waidrang im Jahre 14 des Königs Darius zerstörte, daß er an seinem Orte, wie er früher war, wieder aufgebaut werden soll, und Speiseopfer und Weihrauchopfer sollen auf diesem Altar dargebracht werden, so wie es früher geschehen ist." Das war alles, was zu erreichen war. Ob Arscham diesen wie einen Befehl klingenden Wunsch des Nachbarstatthalters ausgeführt hat, wissen wir nicht. Wahrscheinlich hat er es getan, nicht ohne daß auch er sich nochmals von den Juden für die gütigst erteilte Erlaubnis bezahlen ließ. In .einer Eingabe, die die fünf vornehmsten Juden von Elefantine an den Statthalter sandten, versprachen sie ihm ein reiches Geldgeschenk. Sie waren es sogar zufrieden oder mußten damit zufrieden sein, daß ihnen zwar nicht die Tieropfer, wohl aber das Spenden von. Wechrauch und Mehlspeisen gestattet wurde. Soweit nahm man doch auf die Priester des Chnub Rücksicht, 6

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