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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1913-01-01 · 16 (1913) · p. Seite 70

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
16 (1913)
Article
Die Papyri von Elefantine
Date
1913-01-01
Page
Seite 70 (sequence 7)
Language
German
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70 macht, Cyrus, gestattete den Juden die Rückkehr in die Heimat und den Wiederaufbau des Tempels (538.> Einige vierzigtausend Juden kehrten nach Palästina zurück und lebten dort unter den schwierigsten Verhältnissen^ selbst, den Bau des Tempels konnten die Propheten Chaggai und Zacharia erst nach langen Bemühungen und nachdem der König Darms I. in einer uns erhaltenen Kabinettsordre nochmals seine Erlaubnis zum Bau gegeben hatte, zwei Jahrzehnte später durchsetzen. Ein Versuch, die immer noch zerstört liegenden Mauern Jerusalems wieder aufzubauen, wurde durch das Verbot der persischen Regierung, die einen Abfall der Juden befürchtete, vereitelt, und innerlich nicht konsolidiert, drohte die Genleinde sich völlig aufzulösen. Gewiß, einen Götzendienst gab es nicht mehr. Seitdem unter dem König Josia die sämtlichen Altäre auf den Höhen abgeschafft waren und Zion das einzige rechtmäßige Heiligtum bildete, war der Opserdienst des Volkes unter die Kontrolle der monotheistischen Priester gestellt und das Volk konnte nur noch dem einzigen Gott dienen. Aber dennoch lag die Gefahr nahe, daß die jüdische Gemeinde im Heidentum ausging. Man nahm heidnische Frauen, deren Kinder kaum noch hebräisch sprechen lernten, und trat dadurch in vielfache Beziehungen zu der heidnischen Umwelt. Besonders die Samaritaner, jenes Mischvolk aus alten Israeliten und Einwanderern aus Babylonien und Syrien, das von dem klugen Sanballat aus Bethchoron geleitet wurde, wollten sich gar zu gern mit den Juden verschmelzen. Damals retteten zwei Männer das Judentum: Esra und Nehemia. Im Jahre 458 kam Esra nach Jerusalem. Er brachte aus Babel außer einem Empfehlungsschreiben des Königs, außer Gold und Silber noch ein Buch mit, das kostbarer war als alles andere zusammen, die Tora, und sofort nach seiner Ankunft begann er auf Grund des Gesetzes gegen die heidnischen Ehen zu agitieren. Die Bibel erzählt, wie er einmal nach einer Versammlung auf dem Platze vor dem Tempel in schweren Sorgen in die Zelle des Jochanan, des späteren Hohenpriesters, ging und dort

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