Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 31)
- Language
- German
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51 Zweig der Bibelforschung, ist der Gegenstand einer gründlichen und gediegenen Arbeit von V. Aptovitzer: „Das Schriftwort in der rabbinischen Literatur" (3. und 4. Heft). Ein interessanter Schatz altorientalischer Sagenkunde liegt in den Legenden, die sich um den Salomonischen Tempel und Thron gebildet haben. G- Salzberger hat diesen Stoff in einer wissenschaftlichen Forschung: „Salomos Tempelbau und Thron in der semitischen Sagenliteratur" bearbeitet (Schriften der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, Bd. II, Heft 1). lieber Josef Bonfils (Tobh-Elem) und sein Werk „Sophnath Panea" schrieb D. Herzog (vom Ganzen ist der 1. Halbband erschienen). In englischer Sprache schrieb JD. de Sola Pool über „Hebrew Learning amoag the Puritans of New-England prior to 1700". Die jüdischen Sprichworts behandeln A. Cohen in der englischen Schrift „Ancient Jewish proverbs" und A. Landsberger („Jüdische Sprichwörter"). Eine interessante und wertvolle Arbeit über den jüdisch-spanischen Dialekt, der im europäischen Orient und in Asien von etwa einer halben Million Juden gesprochen wird, liegt in einem spanischen Werk von R. Gil vor („Romancero Judeo -Espafiol. El idioma castellano en Oriente. Romances tradicionalee. Gramatica y Literatura etc."). Die neuere hebräische Literatur hat in französischer Sprache ihren Literarhistoriker in N. Slouch gefunden, der dieses Gebiet liebevoll pflegt. Seine neueste Arbeit ist „La poesie lyriqne hebraique eontemporaine" (1882 —1910). Auf dem Gebiete der liturgischen Forschung liegt das zweite Buch von A. Berliners „Randbemerkungen zum täglichen Gebetbuche (Siddur)" vor, das, wie das erste Buch eine Fülle von geistvollen und aufhellenden Bemerkungen über die Entwickelung unserer Liturgie (auch in sprachlicher und literarischer Hinsicht) enthält. Das Buch bietet viel mehr als dessen bescheidener Titel besagt — „Die Juden in der katholischen Legende" betitelt sich eine Studie von H. Loewe; sie bedeutet eine dankenswerte Bereicherung der Volkskunde in den Beziehungen der katholischen Volksdichtung zur jüdischen Welt. Bei dieser Gelegenheit mag auch die 4*