Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 20)
- Language
- German
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40 der Weltheiland wurde". Ferner ist noch zu erwähnen: „Elchasai, ein Religionsstifter und sein Werk", Beiträge zur jüdischen, christlichen und allgemeinen Religonsgeschichte von W. Brandt. Einzelne Einrichtungen und Erscheinungen des Judentums sind ebenfalls im letzten Jahre in Monographien eingehend behandelt worden. In der Sammlung „Biblische Zeitfragen" veröffentlichte I. Hehn eine populäre Studie „Der israelitische Sabbath", in der Ursprung und Bedeutung des jüdischen Sabbaths erschöpfend erörtert werden. Der Verfasser setzt sich auch mit den von Friedrich Delitzsch aufgestellten Hypothesen auseinander, daß der Ursprung des Sabbaths in der babylonischen Mythologie zu suchen sei. Eine ebenso populär gehaltene Monographie veröffentlichte G. Beer: „Pascha oder das jüdische Osterfest". Für gebildete Laien bietet die Schrift alles Wissenswerte über Ursprung und Entwickelung dieses altisraelitischen Festes. Dasselbe Thema behandelt auch in anderer Form D. Völter in der Schrift: „Passah und Mazzoth und ihr ägyptisches Urbild". Eine gediegene Arbeit ist die gemeinverständliche Monographie von P. Volz, „Das Neujahrsfest Jahwes (Laubhüttenfest)". Gerade dieses israelitische Fest hat im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Wandlungen durchgemacht. Ehedem „das Fest des Herrn" wurde es zu verschiedenen Zeiten, namentlich in der Diaspora vernachlässigt, und wir kennen verschiedene Bemühungen, die Feier des Sukkotfestes insbesondere in der ägyptischen Judenheit, die sich dagegen zu sträuben schien, zu fördern (im letzten Kapitel des Buches Sacharja und in den einleitenden Briefen zum 2. Makkabäerbuch). In der vorliegenden Schrift hat der Verfasser das vorhandene Material mit großer Sachkenntnis bearbeitet. * * * Die Erforschung und die literarische Darstellung der jüdischen Geschichte in allen ihren Epochen beschäftigt unausgesetzt unser Interesse. Seit Jahren ist auf diesem Gebiete nicht mit solchem Eifer gearbeitet