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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1913-01-01 · 16 (1913) · p. Seite 38

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
16 (1913)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1913-01-01
Page
Seite 38 (sequence 18)
Language
German
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— 38 — und ohne jeden apologetischen Endzweck an die alttestamentliche Quelle herangetreten" sei. „Desto größere Befriedigung verschafft ihm die Ueberzeugung, trotz der rücksichtslosen Behandlung des Stoffes in neuer Weise zu der Erkenntnis beigetragen zu haben, daß Jahve zu allen Zeiten der erhabene Weltgott der Hebräer war, und nicht das Produkt einer Entwicklung von niederen Anfängen aufwärts". Eine vorurteilslose Prüfung der Quelle wird aber weiter ergeben, daß sich das biblische Judentum stets in der Abwehr gegen den Volksaberglauben befunden hat, weshalb die Dämonologie im biblischen Schrifttum einen so unbedeutenden Raum einnimmt. Hingegen ist der parsische Dämonenaberglaube im evangelischen Schrifttum und in der evangelischen Erzählung von um so größerer Bedeutung. Die Dämonen-: austreibungen durch Jesus und die Apostel spielen eine große Rolle und werden da oft als die Bestätigung der Sendung: Jesu und seiner Messianität benutzt. Von A. Bertholeth ist eine neue Arbeit: „Die^ jüdische Religion von der Zeit Esras bis zum Zeitalter Christi" erschienen. Mit diesem Zeitalter befaßt sich auch eine Schrift von A. Marmorstein: „Religionsgeschichtliche Studien" (2. Heft: Die Schriftgelehrten). In englischer Sprache liegt eine größere Arbeit über das Pharisäertum vor: „Pharisaism, its aim and its method" von R. Travers Herford. Mit den gegenwärtigen religiösen Strömungen in der Judenheit beschäftigen sich verschiedene Schriften, die diese viel erörterte Frage von verschiedenen Gesichtspunkten aus beleuchten. Von I. Weigl ist ein unter allen Umständen lesenswertes Buch, „Das Judentum", erschienen. Der Verfasser hat sich in dieser Schrift ein edles Ziel gestellt: der Wahrheit zu dienen, Vorurteile gegen das Judentum zu zerstreuen und die jüdische Religion, wie sie im alten und späteren Schrifttum gelehrt wird, jüdischen und christlichen Lesern zu schildern. Er will damit gegenseitige Duldung und konfessionellen Frieden herbeiführen. Mit liebevoller Hingabe hat er sich dem Studium der jüdischen Religionslehre mehrere

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