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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1913-01-01 · 16 (1913) · p. Seite 37

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
16 (1913)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1913-01-01
Page
Seite 37 (sequence 17)
Language
German
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37 dem falschen Prophetentum. Nichts ist einer großen sittlichen Bewegung so gefährlich wie der Mißbrauch mit ihrem Namen und ihren Idealen. Bewunderungswürdig erscheint uns immer das unerschütterliche Vertrauen, das die Propheten in die Kraft der Wahrheit gesetzt haben. Mitten unter den schlimmsten Verfolgungen, an denen sich die falschen Propheten stark beteiligt haben, blieben sie felsenfest von dem endlichen Sieg der Wahrheit überzeugt und sagten den falschen Propheten einen schmählichen Untergang voraus. Diese sind nur durch die Reden der gottbegeisterten Propheten der völligen Vergessenheit entrissen worden; sie haben dadurch eine traurige Berühmtheit erlangt. Das Wesen des falschen Prophetentums näher kennen zu lernen ist für das Verständnis der wahren Propheten von großer Wichtigkeit. Die Wissenschaft muß sich daher auch mit dieser unerfreulichen Erscheinung in der jüdischen Geschichte befassen. Ein holländischer Gelehrter, G. C. Aalders schrieb eine eingehende Studie über dieses Thema: „De valsche Profetie in Israel“. Immer noch auf die Kontroverse „Bibel und Babel" Zurückgreifend ist das Buch von I. Hehn: „Die biblische und die babylonische Gottesidee". Ueber die Jnspirationslehre haben wir eine Untersuchung von G. Stosch: „Das Wesen der Inspiration auf Grund des alttestamentlichen Schrifttums untersucht". Der Verfasser untersucht das Wesen der Inspiration in den Büchern Moses, in den Psalmen und in den prophetischen Büchern. Wenn der Verfasser in dieser Frage auch auf dem religiöstraditionellen Standpunkt beharrt, so sucht er in dieser Schrift doch auch der modernen Auffassung von der göttlichen Inspiration in der Bibel gerecht zu werden. Dieser Forschung schließt sich eine Schrift von B. Bartmann „Das Reich Gottes in der heiligen Schrift", an. Ein interessantes Kapitel alten Volksglaubens behandelt A. Jirku: „Die Dämonen und ihre Abwehr im alten Testament". Die Richtung dieser Studie wird am besten durch die einleitenden Worte gekennzeichnet, in denen der Verfasser darauf hinweist, daß er „ohne jedes Vorurteil

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