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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1913-01-01 · 16 (1913) · p. Seite 35

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
16 (1913)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1913-01-01
Page
Seite 35 (sequence 15)
Language
German
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35 unterzogen („Komposition und Wortwahl des Buches der Weisheit", erschienen unter den „Schriften der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, Band II, Heft 2—4). Die Arbeit ist eine gediegene Untersuchung nach der literarischen und philologischen Seite dieses gehaltvollen Buches. Wir wollen noch am Schluß die „Untersuchungen über die Peschitta zur gesamten hebräischen Bibel" (1. Teil) von Ch. Heller und das „Alte Testament und der moderne Jude" (aus dem Englischen übersetzt) von D. Baron erwähnen. Der Verfasser des zuletzt erwähnten Buches, ein getaufter Jude, gehört der Judenmission an, was dessen Standpunkt genügend kennzeichnen dürfte. -i- * Ist das biblische Schrifttum der Ausgangspunkt einer neuen religionsgeschichtlichen Epoche, so bildet es gleichzeitig den wichtigsten Abschnitt der Religionsgeschichte überhaupt. Diese ist in unserer Zeit durch die Aufdeckung der alten Welt vielfach ausgehellt worden, und zweifellos gibt es eine religionsgeschichtliche Entwicklung auch außer der biblischen Welt. Aber das Judentum bleibt der Mittelpunkt, von dem alle religionsgeschichtlichen Forschungen ausgehen und in den sie wieder münden. Es hat durch die neuen Forschungen auf diesem Gebiet an Bedeutung gewiß nichts eingebüßt, sondern im Gegenteil nur gewonnen. Das religionsgeschichtliche Problem beschäftigt fortgesetzt die Gemüter, und dadurch gewinnt auch die Erforschung des Judentums an Interesse. Alle Vorurteile und die übelwollende Gesinnung gegen die Juden, die man auf das Judentum übertragen zu dürfen glaubt, werden den Sieg der Wahrheit auf die Dauer doch nicht aufhalten können. Ueber „Das Alte Testament und die vergleichende Religionsgeschichte" schrieb I. Nikel. Eine sehr beachtenswerte Arbeit liegt in E. Königs „Geschichte der alttestamentlichen Religion" vor. Der Standpunkt dieses bekannten konservativen Forschers ist bekannt, und wenn man 3*

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