Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 10)
- Language
- German
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30 Testament" geantwortet. Beide Schriften, so grundverschieden sie voneinander sein mögen, sind wertvolle Erscheinungen auf diesem Gebiete, denn sie dringen tief in die behandelten Probleme ein und regen zum Nachdenken an. Den katholischen, naturgemäß mehr zurückhaltenden Standpunkt vertritt das kurzgefaßte „Lehrbuch der speziellen Einleitung in das Alte Testament" von K. Holz Hey, das in der vorsichtigen Art der katholischen Bibelforschung alles Wissenswerte auf diesem Gebiete enthält. Es wäre irrtümlich, wenn man annehmen wollte, daß solche Arbeiten, die mit dem Gegebenen vorsichtiger umgehen, der Wissenschaft nicht dienen. Für alle, die die sicheren Ergebnisse der modernen Forschung kennen wollen, aber nicht geneigt sind, sich in die Prüfung der tagtäglich neu auftauchenden Hypothesen zu vertiefen, bietet die vorliegende Schrift viel Nutzen. Lesenswert ist eine kleinere, gut informierende Studie „Einführung in das Alte Testament" von M. Lö h r. Der Verfasser, der keine zünftige gelehrte Einleitung, sondern eine für gebildete Laien gemeinverständliche Darstellung über das biblische Schrifttum geben wollte, hat seine Aufgabe trefflich gelöst. Von I. Maders „Allgemeiner Einleitung in das Alte und Neue Testament" ist eine zweite verbesserte Auflage erschienen. Ebenso von W. Staerks „Die Entstehung des Alten Testaments" (in der Sammlung Göschen). — Die bekannte weitverbreitete „Biblische Real- und Verbal- Hand-Konkordanz", ein exegetisch-homiletisches Lexikon, liegt in der 26. Auslage vor. Mit einzelnen Problemen der Bibelforschung beschäftigt sich eine Reihe von Schriften, die im letzten Jahre erschienen sind. A. Eberharter behandelt in einer kleinen Schrift das Thema des Umfanges der biblischen Büchersammlung im Zeitalter Ben - Siras („Der Kanon des Alten Testaments zur Zeit des Ben-Sira"). Der Verfasser bietet in dieser Studie eine dankenswerte Arbeit, in der er mit großer Sorgfalt alle Parallelen zwischen den Sprüchen Ben- Siras und den biblischen Büchern zusammenstellt, ohne sich in eine Präzisierung über die Priorität der betreffenden Stellen einzulassen. Auf das in den letzten Jahren oft